„Jugend“ als Objekt der Policey. Eine Annäherung an Jugendvorstellungen in Preußischen Policeyordnungen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts
摘要
Der Beitrag analysiert, wie junge Menschen durch die historische „Policey“ gegen Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts zum Objekt öffentlicher Kontrolle wurden. Anhand einschlägiger Policeyordnungen wird erschlossen, wie Normverletzungen zugeschrieben und behandelt werden sollten. Dabei erweisen sich drei große Themenbereiche als relevant: Fürsorge, Fragen von Moral, Sitten und Tugend sowie öffentliche Sicherheit. Insgesamt wurden junge Menschen auf verschiedene Weise adressiert; der Begriff „Jugend“ wurde weitläufig im Sinne einer (noch) nicht erreichten Mündigkeit genutzt. Die Ordnungen trugen dazu bei, Besonderheiten junger Menschen herauszustellen, indem sie themenspezifisch jeweils gemäß ihres Geschlechts, ihrer Religionszugehörigkeit, ihres Alters, ihres Ausbildungsstatus oder z. B. nach sozialem Status wahrgenommen wurden.