Der Beitrag versucht neben der horizontalen Auffächerung des wissenschaftlichen Werkes Albert Scherrs in Form der Breite seiner Arbeitsschwerpunkte und Forschungsthemen parallel der vertikalen Orientierung nachzuspüren, die in einer Werkgeschichte zumeist nicht explizit erscheint: dem roten Faden seines Denkens, thematischer Wahlverwandtschaften, praktischer Intentionen, normativer Vorannahmen, parteilicher Vorbedingungen u. a. Weil eine solche Suche nach dem Transversalen im Sinne eines hidden CV notwendig tastend und thetisch ist, werde ich versuchen, in drei Explorationen zu argumentieren. Die erste Exploration hebt auf das Prinzip der Differenz ab, das in empirischer wie theoretischer Hinsicht immer wieder Basiselement im Denken von Scherr ist; die zweite fokussiert auf das Thema der Subjektivität, das sich über so lange Zeit im toten Winkel der soziologischen Diskussion befand, bei Scherr aber ein Scheinwerferlicht erhält; die dritte zielt auf seine Auseinandersetzung mit den Grundlagen einer soziologischen Kritikperspektive, die das Ringen um eine normative Perspektive wiedergibt.

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Differenz, Subjekt, Kritik – und andere Scherrereien

  • Ullrich Bauer

摘要

Der Beitrag versucht neben der horizontalen Auffächerung des wissenschaftlichen Werkes Albert Scherrs in Form der Breite seiner Arbeitsschwerpunkte und Forschungsthemen parallel der vertikalen Orientierung nachzuspüren, die in einer Werkgeschichte zumeist nicht explizit erscheint: dem roten Faden seines Denkens, thematischer Wahlverwandtschaften, praktischer Intentionen, normativer Vorannahmen, parteilicher Vorbedingungen u. a. Weil eine solche Suche nach dem Transversalen im Sinne eines hidden CV notwendig tastend und thetisch ist, werde ich versuchen, in drei Explorationen zu argumentieren. Die erste Exploration hebt auf das Prinzip der Differenz ab, das in empirischer wie theoretischer Hinsicht immer wieder Basiselement im Denken von Scherr ist; die zweite fokussiert auf das Thema der Subjektivität, das sich über so lange Zeit im toten Winkel der soziologischen Diskussion befand, bei Scherr aber ein Scheinwerferlicht erhält; die dritte zielt auf seine Auseinandersetzung mit den Grundlagen einer soziologischen Kritikperspektive, die das Ringen um eine normative Perspektive wiedergibt.