Der folgende Beitrag stellt das Politikfeld der Sozialen Stadtentwicklung und seine Instrumentierung vor. Maßgeblich ist hier der kooperative Föderalismus in Form der Städtebauförderung, die von Bund, Ländern und Kommunen zu gleichen Teilen getragen wird. Die Städtebauförderung hat sich in den 1990er-Jahren sozialen Themen geöffnet und ermöglicht inzwischen bauliche Interventionen auch mit dem Ziel, sogenannte „soziale Missstände“ (§ 171e BauGB) zu adressieren und den sozialen Zusammenhalt in den Fördergebieten zu stärken. Da dies nicht über bauliche Interventionen allein gelingen kann, ist es auch möglich, begleitend Beratungs-, Aktivierungs- und Beteiligungsmaßnahmen zu finanzieren. Zur Koordinierung der vielfältigen Aktivitäten dient meist ein Quartiersmanagement sowie ein integriertes Handlungskonzept. Über diese und weitere Instrumente ergeben sich Anknüpfungspunkte für die kommunale Sozialpolitik und soziale Einrichtungen, und die gebietsbezogene Kooperation führt zu neuen Impulsen und Vernetzung in der Angebotslandschaft auch über den Förderzeitraum hinaus.

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Soziale Stadtentwicklung – Förderprogramme und Kooperationsansätze

  • Simon Güntner

摘要

Der folgende Beitrag stellt das Politikfeld der Sozialen Stadtentwicklung und seine Instrumentierung vor. Maßgeblich ist hier der kooperative Föderalismus in Form der Städtebauförderung, die von Bund, Ländern und Kommunen zu gleichen Teilen getragen wird. Die Städtebauförderung hat sich in den 1990er-Jahren sozialen Themen geöffnet und ermöglicht inzwischen bauliche Interventionen auch mit dem Ziel, sogenannte „soziale Missstände“ (§ 171e BauGB) zu adressieren und den sozialen Zusammenhalt in den Fördergebieten zu stärken. Da dies nicht über bauliche Interventionen allein gelingen kann, ist es auch möglich, begleitend Beratungs-, Aktivierungs- und Beteiligungsmaßnahmen zu finanzieren. Zur Koordinierung der vielfältigen Aktivitäten dient meist ein Quartiersmanagement sowie ein integriertes Handlungskonzept. Über diese und weitere Instrumente ergeben sich Anknüpfungspunkte für die kommunale Sozialpolitik und soziale Einrichtungen, und die gebietsbezogene Kooperation führt zu neuen Impulsen und Vernetzung in der Angebotslandschaft auch über den Förderzeitraum hinaus.