Seit nunmehr rund 20 Jahren werden die Methoden der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung in der Verkehrsplanung angewendet. Die entsprechenden Datensammlungen und -analysen zielen vor allem auf Ansätze zur Erklärung des Freizeitverkehrs. Dieser Verkehrszweck stellt eine Herausforderung dar, da die entsprechenden Wege und Aktivitäten häufig durch soziale Kontakte beeinflusst sind und zumindest in Teilen anderen Einflussfaktoren unterliegen als andere Wegezwecke. Um diesen Anwendungsbereich der Methoden der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung vorzustellen, wird zunächst die Genese derartiger Untersuchungen in der Verkehrsplanung aufgezeigt. Anschließend wird eine internationale Vergleichsstudie vorgestellt, die sich insbesondere mit Fragen der räumlichen Entfernung zwischen den Wohnorten der verbundenen Personen, ihren Interaktionsfrequenzen und den dabei verwendeten Kontaktmodi beschäftigt. Abschließend wird die Möglichkeit der Einbindung sozialer Interaktionen in agentenbasierte Verkehrssimulationen und damit das Potenzial zur Verbesserung von Verkehrsprognosen diskutiert.

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Die Verbindung zwischen Verkehrsplanung und sozialen Netzwerken

  • Matthias Kowald,
  • Andreas Frei,
  • Thibaut Dubernet

摘要

Seit nunmehr rund 20 Jahren werden die Methoden der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung in der Verkehrsplanung angewendet. Die entsprechenden Datensammlungen und -analysen zielen vor allem auf Ansätze zur Erklärung des Freizeitverkehrs. Dieser Verkehrszweck stellt eine Herausforderung dar, da die entsprechenden Wege und Aktivitäten häufig durch soziale Kontakte beeinflusst sind und zumindest in Teilen anderen Einflussfaktoren unterliegen als andere Wegezwecke. Um diesen Anwendungsbereich der Methoden der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung vorzustellen, wird zunächst die Genese derartiger Untersuchungen in der Verkehrsplanung aufgezeigt. Anschließend wird eine internationale Vergleichsstudie vorgestellt, die sich insbesondere mit Fragen der räumlichen Entfernung zwischen den Wohnorten der verbundenen Personen, ihren Interaktionsfrequenzen und den dabei verwendeten Kontaktmodi beschäftigt. Abschließend wird die Möglichkeit der Einbindung sozialer Interaktionen in agentenbasierte Verkehrssimulationen und damit das Potenzial zur Verbesserung von Verkehrsprognosen diskutiert.