Nach der sehr erfolgreichen Erstauflage des Handbuches im Jahre 2010, stand für uns Herausgeber fest, dass wir eine Neuauflage des Werks in Angriff nehmen wollen. Und zwar aus mehreren Gründen: 1.) Die Erstauflage erschien zu Beginn einer – wenn man so sagen darf – Welle der Netzwerkforschung in Deutschland. Sie holte das nach, was vor allen Dingen in den USA schon als relationale Wende in den Sozialwissenschaften eine Reihe von Jahren früher beobachtbar war. Waren die 1970er- und 1980er-Jahre vor allem durch einen Zugewinn an quantitativen Methoden der Netzwerkanalyse geprägt (gekoppelt mit dem immensen Anstieg an computerbasierter Rechenkapazität), lässt sich seit den 1990er-Jahren außerdem noch ein zunehmendes theoretisches Interesse verzeichnen. Durch die Einbeziehung qualitativer Methoden in die Netzwerkforschung sowie durch das auflebende Interesse an mixed methods-Ansätzen erreichte die Netzwerkforschung eine maximal große Spannbreite an Forschungspotenzial (von ambitionierter Theorieentwicklung bis hin zu mathematisch-naturwissenschaftlich anmutenden Simulationsmodellen einerseits sowie zu dem Einsatz qualitativer Interviewinstrumente wie Netzwerkkarten in explorativen Forschungssettings andererseits), das SozialwissenschaftlerInnen unterschiedlicher Teildisziplinen ansprach und entsprechend breit ausgeschöpft wurde.

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Einführung ins Handbuch der Netzwerkforschung

  • Roger Häußling,
  • Christian Stegbauer

摘要

Nach der sehr erfolgreichen Erstauflage des Handbuches im Jahre 2010, stand für uns Herausgeber fest, dass wir eine Neuauflage des Werks in Angriff nehmen wollen. Und zwar aus mehreren Gründen: 1.) Die Erstauflage erschien zu Beginn einer – wenn man so sagen darf – Welle der Netzwerkforschung in Deutschland. Sie holte das nach, was vor allen Dingen in den USA schon als relationale Wende in den Sozialwissenschaften eine Reihe von Jahren früher beobachtbar war. Waren die 1970er- und 1980er-Jahre vor allem durch einen Zugewinn an quantitativen Methoden der Netzwerkanalyse geprägt (gekoppelt mit dem immensen Anstieg an computerbasierter Rechenkapazität), lässt sich seit den 1990er-Jahren außerdem noch ein zunehmendes theoretisches Interesse verzeichnen. Durch die Einbeziehung qualitativer Methoden in die Netzwerkforschung sowie durch das auflebende Interesse an mixed methods-Ansätzen erreichte die Netzwerkforschung eine maximal große Spannbreite an Forschungspotenzial (von ambitionierter Theorieentwicklung bis hin zu mathematisch-naturwissenschaftlich anmutenden Simulationsmodellen einerseits sowie zu dem Einsatz qualitativer Interviewinstrumente wie Netzwerkkarten in explorativen Forschungssettings andererseits), das SozialwissenschaftlerInnen unterschiedlicher Teildisziplinen ansprach und entsprechend breit ausgeschöpft wurde.