Weltweit hat die Nutzung von Social Media im Zeitverlauf grundsätzlich an Bedeutung gewonnen. Die Coronapandemie und die damit einhergehende heterogene Informationstage hat diese Entwicklung zusätzlich befördert (Kroker, Deutschland Digital 2021: 66 Mio. Social-Media-Nutzer – plus 13 % gegenüber 2020. https://blog.wiwo.de/look-at-it/2021/02/17/deutschland-digital-2021-66-millionen-social-media-nutzer-plus-13-prozent-gegenueber-2020. Zugegriffen am 16.01.2022, 2021a). In Deutschland lag die Nutzung von Social Media im Jahr 2018 bei 31 % (Newman et al., Reuters institute digital news report 2018. Oxford: Reuters Institute for the Study of Journalism/University of Oxford. http://​media.​digitalnewsrepor​t.​org/​wp-content/​uploads/​2018/​06/​digital-news-report-2018.​pdf?​x89475. Zugegriffen am 03.11.2018, 2018) und ist bis zum Jahr 2021 auf 78,8 % gestiegen (Kroker, Corona beschleunigt Social-Media-Wachstum: 4,2 Mrd. User – plus 1,3 Mio. am Tag. https://blog.wiwo.de/look-at-it/2021/01/28/corona-beschleunigt-social-media-wachstum-42-milliarden-user-plus-13-millionen-am-tag. Zugegriffen am 16.01.2022, 2021b). Staat und Verwaltung sind folglich zunehmend mit der öffentlichen Erwartungshaltung konfrontiert, via Social Media (insb. Facebook, Instagram und Twitter) eine bessere Kommunikation (schneller, transparenter, responsiver, unbürokratischer) mit Bürgern zu realisieren. Bei genauer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass die erhoffte kommunikative Bürgernähe weitgehend ausbleibt. Professionelle Kommunikation wird primär in jenen Bereichen forciert, in denen Staat und Verwaltung auf Bürger als „systemunterstützende Ressource“ zurückgreifen möchten (z. B. Mithilfe bei Onlinefahndung, Personalrekrutierung, Legitimationsbeschaffung, Corona-Impfbereitschaft als „Überlastungsschutz“ des Gesundheitssystems).

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Soziale Medien (Social Media)

  • Mathias König,
  • Wolfgang König

摘要

Weltweit hat die Nutzung von Social Media im Zeitverlauf grundsätzlich an Bedeutung gewonnen. Die Coronapandemie und die damit einhergehende heterogene Informationstage hat diese Entwicklung zusätzlich befördert (Kroker, Deutschland Digital 2021: 66 Mio. Social-Media-Nutzer – plus 13 % gegenüber 2020. https://blog.wiwo.de/look-at-it/2021/02/17/deutschland-digital-2021-66-millionen-social-media-nutzer-plus-13-prozent-gegenueber-2020. Zugegriffen am 16.01.2022, 2021a). In Deutschland lag die Nutzung von Social Media im Jahr 2018 bei 31 % (Newman et al., Reuters institute digital news report 2018. Oxford: Reuters Institute for the Study of Journalism/University of Oxford. http://​media.​digitalnewsrepor​t.​org/​wp-content/​uploads/​2018/​06/​digital-news-report-2018.​pdf?​x89475. Zugegriffen am 03.11.2018, 2018) und ist bis zum Jahr 2021 auf 78,8 % gestiegen (Kroker, Corona beschleunigt Social-Media-Wachstum: 4,2 Mrd. User – plus 1,3 Mio. am Tag. https://blog.wiwo.de/look-at-it/2021/01/28/corona-beschleunigt-social-media-wachstum-42-milliarden-user-plus-13-millionen-am-tag. Zugegriffen am 16.01.2022, 2021b). Staat und Verwaltung sind folglich zunehmend mit der öffentlichen Erwartungshaltung konfrontiert, via Social Media (insb. Facebook, Instagram und Twitter) eine bessere Kommunikation (schneller, transparenter, responsiver, unbürokratischer) mit Bürgern zu realisieren. Bei genauer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass die erhoffte kommunikative Bürgernähe weitgehend ausbleibt. Professionelle Kommunikation wird primär in jenen Bereichen forciert, in denen Staat und Verwaltung auf Bürger als „systemunterstützende Ressource“ zurückgreifen möchten (z. B. Mithilfe bei Onlinefahndung, Personalrekrutierung, Legitimationsbeschaffung, Corona-Impfbereitschaft als „Überlastungsschutz“ des Gesundheitssystems).