Der Beitrag untersucht die betriebswirtschaftlichen Wirkungen digital vernetzter Fertigungssysteme in einem Industrieunternehmen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Einführung eines Manufacturing-Execution-Systems (MES), das eine engere Verzahnung von betriebswirtschaftlicher Planung und technischer Fertigungssteuerung ermöglicht – ein zentrales Ziel von Industrie 4.0. Durch Vorher-Nachher-Vergleiche wird analysiert, wie sich Prozesse nach der MES-Einführung verändern. Die Ergebnisse zeigen signifikante Effizienzsteigerungen: nicht-wertschöpfende Tätigkeiten in der Werkzeugvoreinstellung wurden um 40 %, Rüstzeiten um 38 % und Prozesse rund um die Maschine um 24 % reduziert. Auch indirekte Bereiche wie CAD/CAM-Programmierung profitierten von spürbaren Verbesserungen. Darüber hinaus konnten Bestände und Kapitalbindung verringert sowie qualitative Effekte wie höhere Standardisierung und Transparenz erzielt werden. Die Studie liefert damit belastbare Hinweise auf erhebliche Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeitspotenziale durch den Einsatz von Industrie 4.0-Technologien und unterstützt sowohl die ex-ante- als auch die ex-post-Bewertung von Investitionen in digitale Fertigungssteuerungssysteme.

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Betriebswirtschaftliche Wirkungen digital vernetzter Fertigungssysteme

  • Robert Obermaier,
  • Victoria Wagenseil

摘要

Der Beitrag untersucht die betriebswirtschaftlichen Wirkungen digital vernetzter Fertigungssysteme in einem Industrieunternehmen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Einführung eines Manufacturing-Execution-Systems (MES), das eine engere Verzahnung von betriebswirtschaftlicher Planung und technischer Fertigungssteuerung ermöglicht – ein zentrales Ziel von Industrie 4.0. Durch Vorher-Nachher-Vergleiche wird analysiert, wie sich Prozesse nach der MES-Einführung verändern. Die Ergebnisse zeigen signifikante Effizienzsteigerungen: nicht-wertschöpfende Tätigkeiten in der Werkzeugvoreinstellung wurden um 40 %, Rüstzeiten um 38 % und Prozesse rund um die Maschine um 24 % reduziert. Auch indirekte Bereiche wie CAD/CAM-Programmierung profitierten von spürbaren Verbesserungen. Darüber hinaus konnten Bestände und Kapitalbindung verringert sowie qualitative Effekte wie höhere Standardisierung und Transparenz erzielt werden. Die Studie liefert damit belastbare Hinweise auf erhebliche Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeitspotenziale durch den Einsatz von Industrie 4.0-Technologien und unterstützt sowohl die ex-ante- als auch die ex-post-Bewertung von Investitionen in digitale Fertigungssteuerungssysteme.