Anmerkungen zur „Resonanzpädagogik“ aus operativer Sicht
摘要
Der Operativen Pädagogik liegt die theoriekonstitutive Entscheidung zugrunde, den erzieherischen Handlungsvollzug selbst zum Thema und Ausgangspunkt zu machen. Entsprechend stehen nicht pädagogische Programme und Ziele an erster Stelle, sondern die Frage, wie bzw. mit welchen Operationen die Programme in die Praxis der jeweiligen Bildungssysteme gebracht werden können. Das von Rosa und Endres für die Schule vorgeschlagene Bildungsprogramm sieht in den Resonanzbeziehungen die pädagogisch angemessene Basis für das Lehren und Lernen. Aus der Sicht der operativen Pädagogik lässt sich zeigen, dass sich das Konzept der Resonanzpädagogik als Neuformulierung der Erlebnispädagogik darstellt und damit das Erleben als Grundoperation für das Schulsystem reklamiert wird. Erleben gehört jedoch zu jenen Operationen, die sich didaktisch kaum umsetzen lassen und die aus Sicht der Operativen Schulpädagogik die Funktionen und Aufgaben der Schule nicht systematisch aufgreifen und bearbeiten können