Die Anfänge der numerischen Strömungsmechanik im Kalten Krieg
摘要
Die numerische Strömungsmechanik – Computational Fluid Dynamics (CFD) – entwickelt Methoden, um die analytisch nicht lösbaren Gleichungen der Strömungsmechanik mit numerischen Verfahren näherungsweise zu lösen. Ihre Wurzeln reichen weit zurück, doch erst mit dem elektronischen Computer wurde das Potenzial dieser Verfahren für die Lösung vielfältiger Strömungsprobleme deutlich. Die Orte und Personen, die in den 1950er- und 1960er-Jahren die Anfänge der CFD prägten, verweisen auf den Kalten Krieg als wichtigsten zeithistorischen Kontext. Die strömungsmechanischen Probleme betrafen jedoch nicht nur die Entwicklung von Waffen (Atombombe) und andere militärisch relevante Anwendungen (Wetter), sondern auch Grundlagenprobleme. Am Beispiel von drei Problembündeln (Strömungsinstabilität, Lorenz-Attraktor, Turbulenz) wird die Vielschichtigkeit der CFD aufgezeigt. Um 1970 etablierte sich die numerische Strömungsmechanik international als eigenständige Subdisziplin, wie anhand von Konferenzen, Lehrbüchern und einschlägigen Organen deutlich wird.