LSBTIQ+ und Wohnungslosigkeit – queere Perspektiven in Forschung und Praxis
摘要
In der Wohnungslosenhilfe sind bislang vor allem geschlechtsspezifische Ansätze zu finden, die fast ausschließlich Frauen adressieren. Eine queere Perspektive, die heteronormative Grundannahmen wie das Konstrukt der Zweigeschlechtlichkeit infrage stellt, sucht man in der Forschung und Praxis zu Wohnungslosigkeit zumeist vergebens. In diesem Beitrag wird herausgearbeitet, inwiefern queere Menschen Diskriminierungserfahrungen machen, Benachteiligungen erfahren und wie sich dies in der Verschränkung mit der Lebenslage Wohnungslosigkeit zeigt. Dies geschieht auf der Grundlage der Auswertung des aktuellen Stands der Forschung, bei der die wenigen Studien aus den Queer Studies einbezogen wurden, die sich mit Wohnungslosigkeit beschäftigen ebenso wie sozialarbeitswissenschaftliche Studien, die LSBTIQ+ als spezifische Zielgruppe in den Blick nehmen. Abschließend werden, soweit in der Kürze möglich, Handlungs- und Forschungsbedarfe benannt.