Theorien kollektiver Identitäten
摘要
Der Beitrag stellt von Émile Durkheim und Max Weber über Chantal Mouffe und Bernhard Giesen bis zu Philippe Descola klassische und neuere Theorien kollektiver Identität vor, die in Soziologie, Politischer Philosophie und Kultur- und Sozialanthropologie entfaltet sind. Von den Klassikern an wird dabei kollektive Identität – und damit die Antwort auf die Frage, was ein Kollektiv (eine Nation, religiöse Gemeinschaft, Ethnie, Gruppe, Subkultur, usw.) eigentlich ist – als konstruiert, vorgestellt, fabuliert oder behauptet bestimmt; als Imagination einer Einheit der Mitglieder, der Singularität des Kollektivs, seiner Identität in der Zeit. Oft stehen dabei andere Begriffe im Vordergrund; so geht es etwas auch in den Begriffen des Gemeinsamkeitsglaubens, der kollektiven Repräsentation oder des kollektiven Gedächtnisses um Fragen nach kollektiver Identität.