Dieser Beitrag untersucht die Schnittstelle von Beteiligung und Digitalisierung im Mobilitätssektor und analysiert die Chancen und Herausforderungen ihres Zusammenwirkens. Die sozial-ökologische Transformation des Mobilitätssektors bedeutet zahlreiche Eingriffe in bestehende Infrastrukturen und Mobilitätsmuster. Digitale Innovationen sowie intelligente bzw. smarte Mobilität können dabei neue Potenziale für eine nachhaltige Mobilität sowie eine erweiterte politische Beteiligung eröffnen. Durch Plattformen für geteilte Mobilitätsangebote, Echtzeit-Verkehrsdaten und Feedbackportale können Nutzende nicht nur ihre eigene Mobilität optimieren, sondern auch zur Gestaltung zukünftiger Verkehrssysteme beitragen. Mit der digitalen Beteiligung sind jedoch auch wichtige Fragen und Herausforderungen verbunden, wie etwa der gleichberechtigte Zugang. Basierend auf theoretischen Ausführungen der partizipativen Governance, beschreibt dieser Beitrag vier Kategorien zur Einordnung verschiedener Beteiligungsformate. Diese sind der Grad an Formalisierung, die Offenheit und Inklusivität sowie der Einfluss von Beteiligungsformaten. Anhand verschiedener Beispiele und aktueller Forschungsergebnisse, insbesondere auf lokaler Ebene, werden die Erfahrungen und Herausforderungen mit digitalen Beteiligungsformaten beschrieben. Digitale Beteiligung sollte dabei komplementär und nicht als Ersatz zu analogen Formaten betrachtet werden. Gerade im Mobilitätssektor, der eng mit dem physischen Raum verknüpft ist, behalten lokale, analoge Formate eine zentrale Bedeutung. Somit haben auch kommunale Akteure eine Schlüsselrolle bei der Ausgestaltung von Beteiligung im Mobilitätssektor. Insbesondere im Bereich der Offenheit und Inklusivität können digitale Beteiligungsformen wertvolle Ergänzungen für Beteiligung im Mobilitätssektor darstellen. Wichtiger als die Entscheidung über analoge, digitale oder hybride Formate ist jedoch die kontextsensible Anpassung an den jeweiligen Beteiligungsgegenstand sowie die betroffenen Akteur:innen.

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Beteiligung und Digitalisierung im Mobilitätssektor

  • Julia Hansel

摘要

Dieser Beitrag untersucht die Schnittstelle von Beteiligung und Digitalisierung im Mobilitätssektor und analysiert die Chancen und Herausforderungen ihres Zusammenwirkens. Die sozial-ökologische Transformation des Mobilitätssektors bedeutet zahlreiche Eingriffe in bestehende Infrastrukturen und Mobilitätsmuster. Digitale Innovationen sowie intelligente bzw. smarte Mobilität können dabei neue Potenziale für eine nachhaltige Mobilität sowie eine erweiterte politische Beteiligung eröffnen. Durch Plattformen für geteilte Mobilitätsangebote, Echtzeit-Verkehrsdaten und Feedbackportale können Nutzende nicht nur ihre eigene Mobilität optimieren, sondern auch zur Gestaltung zukünftiger Verkehrssysteme beitragen. Mit der digitalen Beteiligung sind jedoch auch wichtige Fragen und Herausforderungen verbunden, wie etwa der gleichberechtigte Zugang. Basierend auf theoretischen Ausführungen der partizipativen Governance, beschreibt dieser Beitrag vier Kategorien zur Einordnung verschiedener Beteiligungsformate. Diese sind der Grad an Formalisierung, die Offenheit und Inklusivität sowie der Einfluss von Beteiligungsformaten. Anhand verschiedener Beispiele und aktueller Forschungsergebnisse, insbesondere auf lokaler Ebene, werden die Erfahrungen und Herausforderungen mit digitalen Beteiligungsformaten beschrieben. Digitale Beteiligung sollte dabei komplementär und nicht als Ersatz zu analogen Formaten betrachtet werden. Gerade im Mobilitätssektor, der eng mit dem physischen Raum verknüpft ist, behalten lokale, analoge Formate eine zentrale Bedeutung. Somit haben auch kommunale Akteure eine Schlüsselrolle bei der Ausgestaltung von Beteiligung im Mobilitätssektor. Insbesondere im Bereich der Offenheit und Inklusivität können digitale Beteiligungsformen wertvolle Ergänzungen für Beteiligung im Mobilitätssektor darstellen. Wichtiger als die Entscheidung über analoge, digitale oder hybride Formate ist jedoch die kontextsensible Anpassung an den jeweiligen Beteiligungsgegenstand sowie die betroffenen Akteur:innen.