Der Beitrag gibt einen Überblick über die ökonomischen Verhältnisse des oströmischen Reiches in seinem über tausendjährigen Bestehen. Es zeigt sich eine vielfältige Entwicklung dieser Verhältnisse mit ökonomischen Auf- und Abschwüngen, die teils politisch-militärisch, teils durch Naturkatastrophen wie Pestepidemien, verursacht oder mitbegleitet wurden. Wegen der nach wie vor geringen Bekanntschaft mit den Byzantinischen Verhältnissen in Westeuropa zeigt sich bei näherer Betrachtung für den Beobachter ein erstaunlich lebendiges und widerstandsfähiges Wirtschaftsleben über diesen erstaunlich langen Zeitraum. Bis zum endgültigen Untergang der staatlichen Organisation dieser Kultur konnte das Reich immer wieder auch Impulse setzen, die Einfluß auf große Teile des mittelmeerisch-osteuropäischen Gebietes hatte, aber auch nach Westeuropa ausstrahlte. In dem Beitrag wird versucht, die Grundzüge der eigentümlichen Geisteshaltung, die das Reich beherrschten, deutlich hervorzuheben. Es zeigt sich dabei, daß ein nicht neuzeitlich ökonomisch orientiertes Wirtschaften durchaus lange den Erfordernissen seiner Zeit entsprechen konnte und so Staat und Gesellschaft lange lebendig erhalten konnte. An ausgewählten Wirtschaftsbereichen wird dies verdeutlicht.

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Das Byzantinische Reich in seiner wirtschaftlichen Entwicklung

  • Klaus Honrath

摘要

Der Beitrag gibt einen Überblick über die ökonomischen Verhältnisse des oströmischen Reiches in seinem über tausendjährigen Bestehen. Es zeigt sich eine vielfältige Entwicklung dieser Verhältnisse mit ökonomischen Auf- und Abschwüngen, die teils politisch-militärisch, teils durch Naturkatastrophen wie Pestepidemien, verursacht oder mitbegleitet wurden. Wegen der nach wie vor geringen Bekanntschaft mit den Byzantinischen Verhältnissen in Westeuropa zeigt sich bei näherer Betrachtung für den Beobachter ein erstaunlich lebendiges und widerstandsfähiges Wirtschaftsleben über diesen erstaunlich langen Zeitraum. Bis zum endgültigen Untergang der staatlichen Organisation dieser Kultur konnte das Reich immer wieder auch Impulse setzen, die Einfluß auf große Teile des mittelmeerisch-osteuropäischen Gebietes hatte, aber auch nach Westeuropa ausstrahlte. In dem Beitrag wird versucht, die Grundzüge der eigentümlichen Geisteshaltung, die das Reich beherrschten, deutlich hervorzuheben. Es zeigt sich dabei, daß ein nicht neuzeitlich ökonomisch orientiertes Wirtschaften durchaus lange den Erfordernissen seiner Zeit entsprechen konnte und so Staat und Gesellschaft lange lebendig erhalten konnte. An ausgewählten Wirtschaftsbereichen wird dies verdeutlicht.