Der Beitrag stellt Fichtes Entwurf eines „Geschlossenen Handelsstaats“ dar, mit der der Philosoph das Problem der Spannung zwischen dem Ordnungsanspruch des Rechts und einer „anarchischen“ ökonomischen Dynamik zu lösen versucht. Fichte plädiert für einen konsequenten Primat des Rechts gegenüber der Ökonomie, der auf verschiedenen Ebenen durchzusetzen ist: im Inneren durch eine auf ein „fortdauerndes Gleichgewicht“ von Angebot und Bedarf zielende Planwirtschaft, nach außen dadurch, daß Staats- und Handelsverfassung durch Beendigung des Außenhandelns den gleichen Umfang erhalten. Die Konzeption schließt teilweise neue Elemente der politischen Ökonomie wie einen „entgegenständlichten“ Begriff des Eigentums, eine konsequente Zeichengeldtheorie und eine auf umfassende Berechnung von Gleichgewichtsverhältnissen setzende Verwaltung ein. Neben der Rezeptionsgeschichte des GHS kommen zuletzt Gesichtspunkte für eine Würdigung wie für eine fundierte Kritik des Fichteschen Modells zur Sprache.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

„Ökonomie“ aus dem Geist der Wissenschaftslehre

  • Thomas Sören Hoffmann

摘要

Der Beitrag stellt Fichtes Entwurf eines „Geschlossenen Handelsstaats“ dar, mit der der Philosoph das Problem der Spannung zwischen dem Ordnungsanspruch des Rechts und einer „anarchischen“ ökonomischen Dynamik zu lösen versucht. Fichte plädiert für einen konsequenten Primat des Rechts gegenüber der Ökonomie, der auf verschiedenen Ebenen durchzusetzen ist: im Inneren durch eine auf ein „fortdauerndes Gleichgewicht“ von Angebot und Bedarf zielende Planwirtschaft, nach außen dadurch, daß Staats- und Handelsverfassung durch Beendigung des Außenhandelns den gleichen Umfang erhalten. Die Konzeption schließt teilweise neue Elemente der politischen Ökonomie wie einen „entgegenständlichten“ Begriff des Eigentums, eine konsequente Zeichengeldtheorie und eine auf umfassende Berechnung von Gleichgewichtsverhältnissen setzende Verwaltung ein. Neben der Rezeptionsgeschichte des GHS kommen zuletzt Gesichtspunkte für eine Würdigung wie für eine fundierte Kritik des Fichteschen Modells zur Sprache.