Knapp zehn Jahre nach ihrer Gründung 1999 geriet die Eurozone infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in existenzielle Nöte. Mehrere Mitgliedstaaten waren – aufgrund unterschiedlicher Probleme ihrer Finanz- und Wirtschaftssysteme – unmittelbar von einem Staatsbankrott bedroht. Um einen Austritt aus der gemeinsamen Währung zu vermeiden, der schlimmstenfalls ein Auseinanderbrechen der Eurozone insgesamt hätte auslösen können, standen nur begrenzt Instrumente zur Verfügung. Über mehrere Jahre hinweg gelang es zwar, die Eurozone zu stabilisieren. Der finanzielle wie auch politische Schaden ist aber beträchtlich. Umfragen zeigen, dass das Vertrauen der EU-Bevölkerung in zentrale Institutionen wie die Europäische Zentralbank im Verlauf der Krise deutlich abgenommen und sich nur langsam wieder erholt hat. Darüber hinaus sind auch zehn Jahre nach Ende der Krise in der Eurozone angestrebte Reformen wie bspw. die gemeinsame Einlagensicherung nicht umgesetzt.

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Krise in der Eurozone

  • Tobias Kunstein

摘要

Knapp zehn Jahre nach ihrer Gründung 1999 geriet die Eurozone infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in existenzielle Nöte. Mehrere Mitgliedstaaten waren – aufgrund unterschiedlicher Probleme ihrer Finanz- und Wirtschaftssysteme – unmittelbar von einem Staatsbankrott bedroht. Um einen Austritt aus der gemeinsamen Währung zu vermeiden, der schlimmstenfalls ein Auseinanderbrechen der Eurozone insgesamt hätte auslösen können, standen nur begrenzt Instrumente zur Verfügung. Über mehrere Jahre hinweg gelang es zwar, die Eurozone zu stabilisieren. Der finanzielle wie auch politische Schaden ist aber beträchtlich. Umfragen zeigen, dass das Vertrauen der EU-Bevölkerung in zentrale Institutionen wie die Europäische Zentralbank im Verlauf der Krise deutlich abgenommen und sich nur langsam wieder erholt hat. Darüber hinaus sind auch zehn Jahre nach Ende der Krise in der Eurozone angestrebte Reformen wie bspw. die gemeinsame Einlagensicherung nicht umgesetzt.