Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik
摘要
Vom Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft 1954 bis zur Etablierung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) durch den Vertrag von Lissabon 2009 vergingen 55 Jahre, wobei erst das Ende des Kalten Krieges eine wirkliche Integrationsdynamik in diesem Bereich entfaltete. Mit dem Rückzug des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (EU) ergaben sich schließlich neue Perspektiven. Verschiedene Maßnahmen zum Aufbau der GSVP, die lange blockiert worden waren, konnten nun ergriffen werden. Die „Zeitenwende“ durch die neue russische Bedrohung seit dem militärischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die sicherheitspolitische Lage auf dem europäischen Kontinent komplett verändert. Die EU-Mitgliedstaaten reagieren hierauf mit Militärhilfe für die Ukraine und schrittweiser Aufrüstrung, wobei die verteidigungspolitische Rolle der EU sich eher im Schatten der neuen Bedeutung der NATO entwickelt.