Hüftendoprothetik: Revision der Pfanne
摘要
Die Wechseloperation der Hüftpfanne macht einen stetig steigenden Anteil aller gelenkchirurgischen Eingriffe aus. Die Gründe für einen Pfannenwechsel variieren: Nach den aseptischen Lockerungen sind ein Infekt der Totalendoprothese (TEP), periprotethische Frakturen, Verschleiß des Polyethylen- oder Keramik-Inlays und Luxationen die am häufigsten vorkommenden Diagnosen, die einen Wechsel unumgänglich machen. Je nach Ursache variieren die Symptome des Patienten, und auch die Diagnostik und Vorgehensweise kann recht unterschiedlich aussehen. Grundlage für eine gelungene Revision der Pfanne ist die gründliche Analyse der zu Grunde liegenden Ursachen und damit das Verständnis der Pathogenese und der Anatomie eventueller Defekte. Ziel der Revision sollte sein, unter größtmöglicher Schonung der Weichteile das natürliche Rotationszentrum des Hüftgelenks wiederherzustellen und eine dauerhafte Verankerung des neuen Pfannenkonstruktes sicherzustellen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die zementfreie Revision der Pfanne als bevorzugte Lösung in den meisten Fällen etabliert. Jedoch haben nach wie vor auch zementierte Pfannen ihren Platz im Arsenal geeigneter Lösungen, so wie die Augmentation mit Knochen oder der Einsatz patientspezifischer Implantate.