Erkrankungen der Synovialmembran des Kniegelenkes: Hämophilie
摘要
Die Hämophilie ist eine Koagulopathie, die sich am häufigsten durch Gelenkeinblutungen manifestiert. Hierbei ist das Kniegelenk am zweithäufigsten von einer hämophilen Arthropathie betroffen. Weitere sehr häufig betroffene Gelenke sind das obere Sprunggelenk und das Ellenbogengelenk. Die hämophile Arthropathie ist eine fortschreitende Gelenkdestruktion, die durch einen Circulus vitiosus aus Gelenkeinblutungen und der hieraus resultierenden Synovialitis entsteht. Im Rahmen dieses Circulus vitiosus wird eine inflammatorische Reaktion ausgelöst, die zu einer Proliferation der Synovialzellen, Neoangiogenese und Knorpelschädigung führt. Grundlage der Therapie bilden konservative Maßnahmen, wie die Anpassung der Faktorsubstitutionstherapie. Eine chronische Synovialitis kann mittels Radiosynoviorthese (RSO) behandelt werden. Beim Versagen der RSO und in frühen Stadien der Arthropathie kommen arthroskopische Eingriffe zum Einsatz. Bei fortgeschrittener, therapierefraktärer Arthropathie kommt schlussendlich der endoprothetische Gelenkersatz zum Einsatz.