Physiognomien
摘要
Figuren mit eindrücklichen Gesichtsphysiognomien und körperlichen Abweichungen kennzeichnen das erzählerische Werk Elias wie Veza Canettis. Die Schilderung besonderer Physiognomien reicht vielfach bis zu grotesken, ins Fantastische und Komische ausgreifenden Übersteigerungen. Diese Darstellung körperlicher Auffälligkeiten geht in den Erzähltexten beider Autoren häufig mit prägnanten Schilderungen von Behinderungen einher. Kennzeichnend für die fiktionalen Texte ist die Spannung zwischen einer grotesken, teils äußerst drastischen Stilisierung im Rückgriff auf tradierte Bildmotive des ‚Krüppels‘ einerseits und der konkreten Schilderung von Behinderung als individuelle Erfahrung von Beeinträchtigung und sozialer Ausgrenzung andererseits.