Marxistische Literaturkritik
摘要
Ausgehend von Marx’ Artikeln zur Pressefreiheit, ohne die es eine an der Sache orientierte Kritik nicht geben kann, über Franz Mehring, der zum Begründer einer im engeren Sinne marxistischen Literaturkritik wird, spannt sich der Bogen zu Georg Lukács und Bertolt Brecht, schließlich Antonio Gramsci, bei dem man lernen kann, dass Literaturkritik, wenn sie in der Perspektive des Sich-Herausarbeitens aus Subalternität betrieben wird, die kulturellen Praxen in den Blick nehmen muss, in denen der Geschmack, d. h. eine Weltauffassung sich bildet. Es zeigt sich, dass der ‚sozialistische Realismus‘, mit dem die Schaffung eindeutiger Kriterien für die Kritik der literarischen Produkte intendiert war, ein Kampffeld konstituierte, auf dem gegensätzliche Auffassungen aufeinandertrafen. Entsprechend konnte der Literaturkritiker als „Stratege im Literaturkampf“ (Benjamin) aufgefasst werden.