Wenn in Whiteheads Schriften von der Romantik die Rede ist, dann geht es zunächst und zumeist um die literarische Epoche der englischen Romantik, insbesondere um die romantische Naturdichtung des beginnenden 19. Jahrhunderts, die mit den Namen William Wordsworth, Percy Bysshe unting me thus among my Shelley, Samuel Taylor Coleridge und William Blake verbunden ist. Zwar lassen sich auch systematische Bezüge zur deutschen Romantik in einem weiten, Goethe mit einschließenden Sinne sowie zu den romantischen Ausläufern in Nordamerika nachweisen (vgl. Wyman 1960), ohne dass daraus jedoch signifikante Einflüsse abzuleiten wären. Die Bedeutung von Wordsworth und Shelley, deren Werke Whitehead als Jugendlicher während seiner Schulzeit in Sherborne erstmals ausgiebig studierte, ist hingegen kaum zu überschätzen (ESP, 6, vgl. Lowe 1971, 118). Seiner Tochter Jessie zufolge soll Whitehead The Prelude von Wordsworth mit einer Intensität und einem hermeneutischen Anspruch gelesen haben, als ob es sich um die Bibel handle (vgl. Wyman 1956, 283). Zwar nimmt Whitehead immer wieder Bezug auf unterschiedliche literarische Texte, deren Spannweite von den biblischen Psalmen, griechischer und römischer Dichtung sowie Shakespeare bis zu Gedichten des 20. Jahrhunderts reicht, doch nur Wordsworth und Shelley werden explizit und ausführlich erörtert.

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Romantik

  • Dennis Sölch

摘要

Wenn in Whiteheads Schriften von der Romantik die Rede ist, dann geht es zunächst und zumeist um die literarische Epoche der englischen Romantik, insbesondere um die romantische Naturdichtung des beginnenden 19. Jahrhunderts, die mit den Namen William Wordsworth, Percy Bysshe unting me thus among my Shelley, Samuel Taylor Coleridge und William Blake verbunden ist. Zwar lassen sich auch systematische Bezüge zur deutschen Romantik in einem weiten, Goethe mit einschließenden Sinne sowie zu den romantischen Ausläufern in Nordamerika nachweisen (vgl. Wyman 1960), ohne dass daraus jedoch signifikante Einflüsse abzuleiten wären. Die Bedeutung von Wordsworth und Shelley, deren Werke Whitehead als Jugendlicher während seiner Schulzeit in Sherborne erstmals ausgiebig studierte, ist hingegen kaum zu überschätzen (ESP, 6, vgl. Lowe 1971, 118). Seiner Tochter Jessie zufolge soll Whitehead The Prelude von Wordsworth mit einer Intensität und einem hermeneutischen Anspruch gelesen haben, als ob es sich um die Bibel handle (vgl. Wyman 1956, 283). Zwar nimmt Whitehead immer wieder Bezug auf unterschiedliche literarische Texte, deren Spannweite von den biblischen Psalmen, griechischer und römischer Dichtung sowie Shakespeare bis zu Gedichten des 20. Jahrhunderts reicht, doch nur Wordsworth und Shelley werden explizit und ausführlich erörtert.