An einer berühmten Stelle seines metaphysischen Meisterwerks Prozess und Realität beschreibt Alfred North Whitehead die Geschichte der westlichen Philosophie als eine Reihe von „Fußnoten zu Platon“ (PRd, 91; PR, 39). Diese Bezeichnung bedeutet keineswegs eine Geringschätzung der seit Platon entwickelten Systeme (Kann 2001, 25–36). Ganz im Gegenteil: Whitehead ist fasziniert von der Vielfalt philosophischer Ideen, die in der westlichen Tradition entworfen worden sind. Diese Faszination ist allerdings nicht antiquarisch motiviert, sondern durch und durch philosophisch: Man kann immer noch von den alten Meistern lernen; ihre grundlegenden Konzeptionen haben nichts von ihrer Gültigkeit verloren (PRd, 26).

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Gottfried Wilhelm Leibniz

  • Pierfrancesco Basile

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An einer berühmten Stelle seines metaphysischen Meisterwerks Prozess und Realität beschreibt Alfred North Whitehead die Geschichte der westlichen Philosophie als eine Reihe von „Fußnoten zu Platon“ (PRd, 91; PR, 39). Diese Bezeichnung bedeutet keineswegs eine Geringschätzung der seit Platon entwickelten Systeme (Kann 2001, 25–36). Ganz im Gegenteil: Whitehead ist fasziniert von der Vielfalt philosophischer Ideen, die in der westlichen Tradition entworfen worden sind. Diese Faszination ist allerdings nicht antiquarisch motiviert, sondern durch und durch philosophisch: Man kann immer noch von den alten Meistern lernen; ihre grundlegenden Konzeptionen haben nichts von ihrer Gültigkeit verloren (PRd, 26).