Als ich im August 1969 zunächst als Volontär in das Lektorat der Frankfurter Verlage Suhrkamp und Insel eintrat, konnte einem Hermann-Hesse-Editionsarchiv, noch lange nicht die Rede sein. Spezielle Lektorate oder Archive für Stammautoren wie Bertolt Brecht und Hermann Hesse, welche die Existenz des Unternehmens langfristig sicherten, gab es erst Jahrzehnte später. Zwar war es Hesse, der Peter Suhrkamp nach dessen Trennung von den emigrierten Erben des Fischer Verlags 1950 die Gründung eines neuen Verlages ermöglicht hatte (finanziert wurde dies durch Hesses Schweizer Freund und Mäzen Georg Reinhart). Zunächst wurden nach Suhrkamps Tod 1959 im Kulturbetrieb der 1960er-Jahre aber andere Verlagsautoren wie Brecht und Max Frisch favorisiert.

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Das Hermann-Hesse-Editionsarchiv

  • Volker Michels

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Als ich im August 1969 zunächst als Volontär in das Lektorat der Frankfurter Verlage Suhrkamp und Insel eintrat, konnte einem Hermann-Hesse-Editionsarchiv, noch lange nicht die Rede sein. Spezielle Lektorate oder Archive für Stammautoren wie Bertolt Brecht und Hermann Hesse, welche die Existenz des Unternehmens langfristig sicherten, gab es erst Jahrzehnte später. Zwar war es Hesse, der Peter Suhrkamp nach dessen Trennung von den emigrierten Erben des Fischer Verlags 1950 die Gründung eines neuen Verlages ermöglicht hatte (finanziert wurde dies durch Hesses Schweizer Freund und Mäzen Georg Reinhart). Zunächst wurden nach Suhrkamps Tod 1959 im Kulturbetrieb der 1960er-Jahre aber andere Verlagsautoren wie Brecht und Max Frisch favorisiert.