In Hermann Hesses Texten treten weibliche Figuren meist nur am Rand oder vereinzelt auf und bleiben in ihrer Charakterisierung weitgehend auf die Wunschvorstellungen der Protagonisten beschränkt. Andrea G. Klaus (2004) und Petra Fricke (2002) haben überzeugend dargelegt, dass die Funktion der Frauenfiguren häufig darin besteht, die Entwicklung und Charakterbildung der Helden voranzutreiben, sie spiegeln ihre seelischen Zustände oder sollen als mütterliche und schöpferische Kraft unterstützen und anleiten. So finden sich in Hesses berühmtesten Romanen ausschließlich männliche Protagonisten, und auch in seinen kürzeren Geschichten weicht der Autor in der Regel kaum von einer männlichen Erzählperspektive ab. Eine Ausnahme bildet die 1906 entstandene Erzählung Eine Sonate.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Eine Sonate (1906)

  • Céline Burget

摘要

In Hermann Hesses Texten treten weibliche Figuren meist nur am Rand oder vereinzelt auf und bleiben in ihrer Charakterisierung weitgehend auf die Wunschvorstellungen der Protagonisten beschränkt. Andrea G. Klaus (2004) und Petra Fricke (2002) haben überzeugend dargelegt, dass die Funktion der Frauenfiguren häufig darin besteht, die Entwicklung und Charakterbildung der Helden voranzutreiben, sie spiegeln ihre seelischen Zustände oder sollen als mütterliche und schöpferische Kraft unterstützen und anleiten. So finden sich in Hesses berühmtesten Romanen ausschließlich männliche Protagonisten, und auch in seinen kürzeren Geschichten weicht der Autor in der Regel kaum von einer männlichen Erzählperspektive ab. Eine Ausnahme bildet die 1906 entstandene Erzählung Eine Sonate.