Tonfeldtheorie
摘要
Die Theorie der Tonfelder ist ein von Albert Simon begründeter und von Bernhard Haas weiterentwickelter analytischer Ansatz, der den tonalen Zusammenhang in Kompositionen vorzugsweise aus der zweiten Hälfte des 19. und ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dadurch erklärt, dass er die Töne in Melodien, Motiven und Zusammenklängen auf Tonfelder bezieht. Tonfelder sind (auf der Basis von Quinten und Terzen) strukturierte Tonvorräte, deren Elemente simultan und sukzessiv, auf einen kurzen Zeitraum der Komposition konzentriert oder auf einen weiten verteilt vorkommen können. Als Begriffe der Einheit begründen einzelne Tonfelder je nach Applikation auf den Tonsatz sowohl den (horizontalen wie vertikalen) Zusammenhang benachbarter Töne als auch denjenigen einer ganzen Komposition. Diese Vielfalt der Erscheinungsformen von Tonfeldern in der Komposition und die damit verbundene Komplexität des strukturellen Gefüges dürfen als ein wichtiges Ergebnis der Beobachtungen von Simon und Haas gelten, das im Gegenzug den Analysierenden dazu anhalten soll, an weiteren Werken eben diese Komplexität aufzuzeigen und gegebenenfalls neue Erscheinungsformen zu entdecken.