Antike Philosophie
摘要
In Abhängigkeit von unterschiedlichen Modellen der individuellen Entwicklung wird das Altern und das Alter in der antiken (griechisch-römischen) Philosophie teils als geistig-moralischer Zenit des Lebens, teils als eine absteigende Phase konzipiert, die auf die Mitte des Lebens folgt. Es werden Vor- und Nachteile des Alters diskutiert. Philosophen wie Cicero oder Plutarch stellen besonders die Freuden und Qualitäten des Alters heraus. Kursierende Listen mit angeblich schlechten Eigenschaften älterer Menschen werden von verschiedenen Philosophen entkräftet. Aus naturphilosophischer Perspektive wird der alternde Körper in Augenschein genommen und die Frage aufgeworfen, ob das Altern des Körpers die seelischen Zustände und Funktionen verändert. Im Hinblick auf den letzten Lebensabschnitt und das Sterben ist die Todesfurcht ein wichtiges Thema antiker Philosophen. Während die Platonische Tradition als Trost die Aussicht auf ein mögliches Weiterleben der Seele nach dem Tod zu begründen versucht, besteht der Rat der Epikureer geradezu darin zu akzeptieren, dass wir nach dem Tod nichts mehr empfinden können.