Die drei Langspielfilme Menu Total (1986), Egomania – Insel ohne Hoffnung (1986; im Folgenden: Egomania) und Mutters Maske (1988) lassen sich im filmischen Schaffen von Christoph Schlingensief als eine Einheit fassen, da sie zum einen der Deutschlandtrilogie (s. Kap. 8) vorausgehen und zum anderen sich thematisch von Schlingensiefs vorherigem Langspielfilmdebüt Tunguska, die Kisten sind da (im Folgenden: Tunguska) deutlich unterscheiden. Während Tunguska von einem medien- und filmarchäologischen Gestus geprägt ist, widmet sich Schlingensief mit Menu Total, Egomania und Mutters Maske v. a. dem Themenkomplex Familie, der im gesamten Œuvre zentral ist. Dietrich KuhlbrodtKuhlbrodt, Dietrich, der seitKuhlbrodt, Dietrich Menu Total zum festen Kern von Schlingensiefs kreativer Familie gehört, hat dessen Filme als „katastrophale Familienfilme aus der Sicht der Pubertierenden“ bezeichnet, wobei er wie übrigens auch Schlingensief selbst „pubertär“ affirmativ im Sinne einer Gegenwehr und Behauptung angesichts bestehender Verhältnisse verwendet und Schlingensief daher auch wiederholt den „Rimbaud des Films“ genannt hat (1989).

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Menu Total; Egomania; Mutters Maske

  • Peter Scheinpflug

摘要

Die drei Langspielfilme Menu Total (1986), Egomania – Insel ohne Hoffnung (1986; im Folgenden: Egomania) und Mutters Maske (1988) lassen sich im filmischen Schaffen von Christoph Schlingensief als eine Einheit fassen, da sie zum einen der Deutschlandtrilogie (s. Kap. 8) vorausgehen und zum anderen sich thematisch von Schlingensiefs vorherigem Langspielfilmdebüt Tunguska, die Kisten sind da (im Folgenden: Tunguska) deutlich unterscheiden. Während Tunguska von einem medien- und filmarchäologischen Gestus geprägt ist, widmet sich Schlingensief mit Menu Total, Egomania und Mutters Maske v. a. dem Themenkomplex Familie, der im gesamten Œuvre zentral ist. Dietrich KuhlbrodtKuhlbrodt, Dietrich, der seitKuhlbrodt, Dietrich Menu Total zum festen Kern von Schlingensiefs kreativer Familie gehört, hat dessen Filme als „katastrophale Familienfilme aus der Sicht der Pubertierenden“ bezeichnet, wobei er wie übrigens auch Schlingensief selbst „pubertär“ affirmativ im Sinne einer Gegenwehr und Behauptung angesichts bestehender Verhältnisse verwendet und Schlingensief daher auch wiederholt den „Rimbaud des Films“ genannt hat (1989).