Interkulturalität/Afrika
摘要
Christoph Schlingensiefs künstlerisches Programm der Grenzüberschreitung liegt in der Engführung von Kunst und Leben, der simultanen Behauptung von Ich und Nicht-Ich, der Gleichzeitigkeit von heterogenen kulturellen Elementen wie von Kreation und Störung. Es ersetzt essentialistische Vorstellungen von Eindeutigkeit und Konsistenz flächendeckend durch das ästhetische Ideal der Paradoxie, das unweigerlich Differenzen produziert. Vor diesem Hintergrund bildet die kritische Bearbeitung der Figur der Andersheit, die ‚das Andere‘ dualistisch von ‚dem Eigenen‘ abzugrenzen und scheinbar problemlos zu unterscheiden vermag, einen zentralen Baustein von Schlingensiefs Kunstverständnis.