Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit Texten zu einigen Aktionen Christoph Schlingensiefs, verfasst vom Künstler selbst, namentlich Talk 2000 (1997), Chance 2000 (1998), Bitte liebt Österreich! (2000), und der Hamlet-Inszenierung (2001) in Zürich (s. Kap. 19, 20, 21, 30). Bereits diese Auswahl wirft allerdings die Frage auf, welche Projekte Schlingensiefs als Aktionen zu verstehen sind – und welche nicht –, insbesondere ausgehend vom Sammelband Der Gesamtkünstler. Christoph Schlingensief, der Schlingensief eindeutig als ebensolchen einordnet. Ist der am Schauspielhaus Zürich produzierte Hamlet mit Neonazis, die aus der rechtsextremen Szene aussteigen wollen (oder so tun, als ob), eine Theater-Inszenierung oder eine Aktion, die u. a. eine kritische Stellung zur Naivität des sog. ‚Rechtsradikalenaussteigerprogramms‘ der deutschen Bundesregierung bezieht und das bürgerliche Theater herausfordert?

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Texte zu eigenen Aktionen

  • Thomas Antonic

摘要

Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit Texten zu einigen Aktionen Christoph Schlingensiefs, verfasst vom Künstler selbst, namentlich Talk 2000 (1997), Chance 2000 (1998), Bitte liebt Österreich! (2000), und der Hamlet-Inszenierung (2001) in Zürich (s. Kap. 19, 20, 21, 30). Bereits diese Auswahl wirft allerdings die Frage auf, welche Projekte Schlingensiefs als Aktionen zu verstehen sind – und welche nicht –, insbesondere ausgehend vom Sammelband Der Gesamtkünstler. Christoph Schlingensief, der Schlingensief eindeutig als ebensolchen einordnet. Ist der am Schauspielhaus Zürich produzierte Hamlet mit Neonazis, die aus der rechtsextremen Szene aussteigen wollen (oder so tun, als ob), eine Theater-Inszenierung oder eine Aktion, die u. a. eine kritische Stellung zur Naivität des sog. ‚Rechtsradikalenaussteigerprogramms‘ der deutschen Bundesregierung bezieht und das bürgerliche Theater herausfordert?