Dieses Kapitel legt den theoretischen Rahmen des Buches an der kritischen Schnittstelle von Diaspora- und Erinnerungsforschung dar, wobei sich beide Disziplinen darin einig sind, dass Identifikationsprozesse von individuellen und kollektiven Erinnerungsprozessen abhängig sind. Anhand der Geschichte britisch-bangladeschischer Frauen, ihrer Migrationswege und der Art und Weise, wie sie begannen, ihr Leben in London aufzubauen, wird die komplexe Beziehung zwischen Erinnerung und Zugehörigkeit in einer postkolonialen Welt diskutiert. Dadurch werden Lücken in der bestehenden Literatur aufgezeigt und auf die zweite Generation britisch-bangladeschischer Frauen hingewiesen – die erste, die in Großbritannien geboren und/oder aufgewachsen ist –, die eine bedeutende Rolle in den Prozessen der mnemonischen Übertragung und Identifikation in der Diaspora einnimmt.

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Ein Leben in der Diaspora erinnern

  • Julia Giese

摘要

Dieses Kapitel legt den theoretischen Rahmen des Buches an der kritischen Schnittstelle von Diaspora- und Erinnerungsforschung dar, wobei sich beide Disziplinen darin einig sind, dass Identifikationsprozesse von individuellen und kollektiven Erinnerungsprozessen abhängig sind. Anhand der Geschichte britisch-bangladeschischer Frauen, ihrer Migrationswege und der Art und Weise, wie sie begannen, ihr Leben in London aufzubauen, wird die komplexe Beziehung zwischen Erinnerung und Zugehörigkeit in einer postkolonialen Welt diskutiert. Dadurch werden Lücken in der bestehenden Literatur aufgezeigt und auf die zweite Generation britisch-bangladeschischer Frauen hingewiesen – die erste, die in Großbritannien geboren und/oder aufgewachsen ist –, die eine bedeutende Rolle in den Prozessen der mnemonischen Übertragung und Identifikation in der Diaspora einnimmt.