Die Lebensrealitäten britisch-bangladeschischer Frauen stehen häufig im Zentrum integrationspolitischer Diskurse in Großbritannien und das meist ohne große Nuancierung, aber mit besonderem Augenmerk darauf, wie sie ihre muslimische Identität ausleben. Kollektive und individuelle Vergangenheiten werden in öffentlichen Entscheidungsprozessen über Zugehörigkeit und Staatsbürgerschaft instrumentalisiert, häufig mit einem Fokus auf den hijabtragenden Körper muslimischer Frauen. Frauen wie Shamima Begum und Nadiya Hussain – erstere regelmäßig als „ISIS-Braut“ bezeichnet, letztere als Symbol für erfolgreiche Migration dargestellt – verdeutlichen die polarisierende Perspektive, durch die britisch-bangladeschische Frauen betrachtet werden. Dieses Buch möchte ein ganzheitlicheres Bild der Lebenswelten britisch-bangladeschischer Frauen in London zeichnen, indem es sowohl Momente betrachtet, in denen sie in die Politik von Ausgrenzung und Gewalt verwickelt waren, als auch solche, in denen sie Handlungsmacht artikulieren, um sich mögliche Zukünfte vorzustellen, in denen Körper und Zugehörigkeit neu verhandelt werden können. Leserinnen und Leser werden eingeladen, eine Reise nach Ost-London zu unternehmen, um die Vergangenheiten und Gegenwarten britisch-bangladeschischer Frauen zu beobachten und ihnen teilzuhaben, und so Zugehörigkeitsprozesse durch ihre tanzenden Körper zu erkunden.

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Einführung

  • Julia Giese

摘要

Die Lebensrealitäten britisch-bangladeschischer Frauen stehen häufig im Zentrum integrationspolitischer Diskurse in Großbritannien und das meist ohne große Nuancierung, aber mit besonderem Augenmerk darauf, wie sie ihre muslimische Identität ausleben. Kollektive und individuelle Vergangenheiten werden in öffentlichen Entscheidungsprozessen über Zugehörigkeit und Staatsbürgerschaft instrumentalisiert, häufig mit einem Fokus auf den hijabtragenden Körper muslimischer Frauen. Frauen wie Shamima Begum und Nadiya Hussain – erstere regelmäßig als „ISIS-Braut“ bezeichnet, letztere als Symbol für erfolgreiche Migration dargestellt – verdeutlichen die polarisierende Perspektive, durch die britisch-bangladeschische Frauen betrachtet werden. Dieses Buch möchte ein ganzheitlicheres Bild der Lebenswelten britisch-bangladeschischer Frauen in London zeichnen, indem es sowohl Momente betrachtet, in denen sie in die Politik von Ausgrenzung und Gewalt verwickelt waren, als auch solche, in denen sie Handlungsmacht artikulieren, um sich mögliche Zukünfte vorzustellen, in denen Körper und Zugehörigkeit neu verhandelt werden können. Leserinnen und Leser werden eingeladen, eine Reise nach Ost-London zu unternehmen, um die Vergangenheiten und Gegenwarten britisch-bangladeschischer Frauen zu beobachten und ihnen teilzuhaben, und so Zugehörigkeitsprozesse durch ihre tanzenden Körper zu erkunden.