Linke Vena brachiocephalica bei Neugeborenen
摘要
Die linke Vena brachiocephalica (LVBC) ist eine prominente retroklavikuläre Vene, die transversal von links nach rechts verläuft und aus dem Zusammenfluss der linken Vena jugularis interna und der linken Vena subclavia entsteht. Bei Neugeborenen ist sie besonders klein, weshalb eine korrekte Lagerung mit einer Skapularrolle erforderlich ist, um den Raum zwischen Unterkiefer und Schlüsselbein zu vergrößern und so eine adäquate ultraschallgestützte Untersuchung des retroklavikulären Raums zu ermöglichen. Die Kanülierung erfolgt in der Längsachse (LAX) aus der linken Fossa supraclavicularis unter Anwendung des dynamischen Nadeltrackings (DNT). Dabei wird ein intravenöser Katheter verwendet, mit dem eine vollständige Kanülierung der Vene durch den Katheterschlauch angestrebt wird. Im Gegensatz zur Punktion der rechten Vena brachiocephalica ist der intravenöse Katheter beim Zugang zur LVBC vollständig in der Bildebene sichtbar, was die Kanülierung erleichtert und das Durchstechen der Hinterwand sowie der angrenzenden Pleura verhindert. Trotz ihrer oberflächlichen Lage ist aufgrund der retroklavikulären Position der Vene eine Kompression im Falle einer Blutung bei Gerinnungsstörungen nicht möglich. Daher ist der Zugangsversuch bei Patienten mit solchen Störungen kontraindiziert.