Wir alle leben in, manchmal auch auf der Cloud. Diese imaginäre Cloud ist natürlich der Cyberspace, der in den letzten Jahrzehnten die GlobalisierungGlobalisierung vorangetrieben und es der Menschheit ermöglicht hat, die Parameter von Zeit und Raum zu überwinden. In wohlhabenden Ländern, aber auch in weniger begünstigten, nutzen Menschen den Cyberspace – das Internet – für Arbeit, Bildung, Freizeit und sogar Liebe. Wir verbringen einen enormen Teil unserer Zeit online, indem wir Inhalte erstellen und konsumieren, die in vielen Fällen für alle zugänglich sind oder nicht so geschützt, wie wir denken. Dieses „Galaktische Netzwerk“, wie Joseph Carl Robnett Licklider vom MIT es Anfang der 1960er-Jahre beschrieb, hat es tatsächlich geschafft, die ganze Welt auf technischem Wege zu verbinden. Das Problem ist jedoch, dass technische Mittel für die Menschheit nicht ausreichen, die oft sozialpolitische Mittel und Vereinbarungen benötigt, um miteinander auszukommen. Der technische Aspekt des Internets hat die politische Realität des 20. Jahrhunderts – den Kalten KriegKalter Krieg – nicht vollständig berücksichtigt, und auch im 21. Jahrhundert geht der technische Aspekt nicht auf globale Machtverschiebungen, Multipolarität und kulturelle Unterschiede ein. Das Internet scheint sich zu einem Golem entwickelt zu haben, der sich nun gegen seinen Schöpfer wendet. In der jüdischen Legende ist ein Golem ein von Menschen geschaffenes Wesen, das oft als Helfer oder Beschützer dargestellt wird, sich in manchen Fällen jedoch gegen seinen Schöpfer wenden und ihn gefährden kann. Das Internet ist der Golem der Menschheit; es war den Menschen von großem Nutzen, doch nun wendet es sich gegen seine Schöpfer.

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Die Zukunft des Internets

  • Lev Topor

摘要

Wir alle leben in, manchmal auch auf der Cloud. Diese imaginäre Cloud ist natürlich der Cyberspace, der in den letzten Jahrzehnten die GlobalisierungGlobalisierung vorangetrieben und es der Menschheit ermöglicht hat, die Parameter von Zeit und Raum zu überwinden. In wohlhabenden Ländern, aber auch in weniger begünstigten, nutzen Menschen den Cyberspace – das Internet – für Arbeit, Bildung, Freizeit und sogar Liebe. Wir verbringen einen enormen Teil unserer Zeit online, indem wir Inhalte erstellen und konsumieren, die in vielen Fällen für alle zugänglich sind oder nicht so geschützt, wie wir denken. Dieses „Galaktische Netzwerk“, wie Joseph Carl Robnett Licklider vom MIT es Anfang der 1960er-Jahre beschrieb, hat es tatsächlich geschafft, die ganze Welt auf technischem Wege zu verbinden. Das Problem ist jedoch, dass technische Mittel für die Menschheit nicht ausreichen, die oft sozialpolitische Mittel und Vereinbarungen benötigt, um miteinander auszukommen. Der technische Aspekt des Internets hat die politische Realität des 20. Jahrhunderts – den Kalten KriegKalter Krieg – nicht vollständig berücksichtigt, und auch im 21. Jahrhundert geht der technische Aspekt nicht auf globale Machtverschiebungen, Multipolarität und kulturelle Unterschiede ein. Das Internet scheint sich zu einem Golem entwickelt zu haben, der sich nun gegen seinen Schöpfer wendet. In der jüdischen Legende ist ein Golem ein von Menschen geschaffenes Wesen, das oft als Helfer oder Beschützer dargestellt wird, sich in manchen Fällen jedoch gegen seinen Schöpfer wenden und ihn gefährden kann. Das Internet ist der Golem der Menschheit; es war den Menschen von großem Nutzen, doch nun wendet es sich gegen seine Schöpfer.