In diesem Kapitel konzentriere ich mich auf Platons Aneignung populärer Mythen, um eine Diskussion über den platonischen Wandel im Verständnis der Unsterblichkeit zu eröffnen – nämlich als Entkommen aus der Zeit-an-sich, im Gegensatz zur heroisch-archaischen Option, sich noch tiefer in die Zeit-an-sich einzulassen. Mein Argument ist, dass Platon effektiv erkannte, dass heroische Taten weiterhin an die Zeit gebunden waren und von den Dichtern abhingen, die das Andenken der Helden durch Erzählungen lebendig hielten. Daher entlehnt Platon mythische Bilder von Homer und Hesiod und entwickelt eschatologische Mythen wie das Gericht der nackten Seelen aus dem Gorgias, in denen das Vergeltungssystem des Jenseits vor allem die Philosophen bevorzugt und so die ursprünglichen Bewohner der Inseln der Seligen, die Helden, effektiv ersetzt. Diese Verdrängung der Helden von den Inseln der Seligen sowie die Verlagerung der Inseln der Seligen selbst außerhalb des Bereichs der Zeit-an-sich dienen als Katalysator für die Diskussion der Dichotomie zwischen einer an die Zeit-an-sich gebundenen Ontologie und einer am Sein orientierten Ontologie mit ihren jeweils eigenen Lösungen zur Überwindung des Todes.

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Das intelligible Universum und der unsterbliche Philosoph

  • Manuel Cojocaru

摘要

In diesem Kapitel konzentriere ich mich auf Platons Aneignung populärer Mythen, um eine Diskussion über den platonischen Wandel im Verständnis der Unsterblichkeit zu eröffnen – nämlich als Entkommen aus der Zeit-an-sich, im Gegensatz zur heroisch-archaischen Option, sich noch tiefer in die Zeit-an-sich einzulassen. Mein Argument ist, dass Platon effektiv erkannte, dass heroische Taten weiterhin an die Zeit gebunden waren und von den Dichtern abhingen, die das Andenken der Helden durch Erzählungen lebendig hielten. Daher entlehnt Platon mythische Bilder von Homer und Hesiod und entwickelt eschatologische Mythen wie das Gericht der nackten Seelen aus dem Gorgias, in denen das Vergeltungssystem des Jenseits vor allem die Philosophen bevorzugt und so die ursprünglichen Bewohner der Inseln der Seligen, die Helden, effektiv ersetzt. Diese Verdrängung der Helden von den Inseln der Seligen sowie die Verlagerung der Inseln der Seligen selbst außerhalb des Bereichs der Zeit-an-sich dienen als Katalysator für die Diskussion der Dichotomie zwischen einer an die Zeit-an-sich gebundenen Ontologie und einer am Sein orientierten Ontologie mit ihren jeweils eigenen Lösungen zur Überwindung des Todes.