Der Philosoph, der den Himmel stahl: Der unsterbliche Held und die Herausforderung des Ewigen
摘要
Aufbauend auf der Unterscheidung zwischen philo-sophos und philo-zophos biete ich eine Neuinterpretation des Höhlengleichnisses an, die verborgene Bedeutungen nicht nur in der Politeia, sondern in allen Dialogen Platons zutage fördern wird. Der Konflikt zwischen dem philo-sophos und den philo-zophoi wird als ein Widerstreit zwischen einer an die Zeit-an-sich gebundenen Ontologie und einer seinszentrierten Ontologie veranschaulicht. Im zweiten Teil dieses Kapitels konzentriere ich mich auf Platons Methode, aus der „Höhle“ herauszutreten und das Reich des unveränderlichen, ewigen Seins zu erfassen, wobei ich die paideia mit Heideggers Drang zum „Verlernen“ und „Lernen“ parallelisiere. Dieses Unterfangen wird Platons philosophisches Projekt und Heideggers spätere Auffassung des „Denkens“ einander näherbringen.