Integrative MINT-Lehrerfortbildung
摘要
Angesichts des zunehmenden Interesses an und der wachsenden Bedeutung von integrativen Ansätzen in der MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) besteht ein großes Bedürfnis, die Herausforderungen und Hindernisse bei der Förderung und Entwicklung integrativer MINT-Lehrpläne und -Unterrichtsformen zu verstehen. In diesem Kapitel werden verschiedene Definitionen und konzeptionelle Rahmenmodelle für integrative MINT-Bildung vorgestellt. Anschließend werden die Ergebnisse einer Bedarfsanalyse zur integrativen MINT-Bildung zusammengefasst, die vom Rutgers Center for Mathematics, Science, and Computer Education (CMSCE) durchgeführt wurde. Die Studie nutzte einen Key-Informant-Ansatz, bei dem 22 Lehrkräfte aus dem Primar- und Sekundarbereich sowie vier Verwaltungsmitarbeitende als führende Persönlichkeiten der integrativen MINT-Bildung im Bundesstaat New Jersey ausgewählt wurden. In den Interviews wurden die Teilnehmenden mit offenen Fragen dazu aufgefordert, Herausforderungen, Bedarfe und wahrgenommene Unterstützungsmaßnahmen für die Umsetzung von integriertem MINT-Unterricht (oder „iMINT“) in ihrer täglichen Praxis zu benennen. Dabei traten mehrere charakteristische Themen hervor. Viele Lehrkräfte zeigten großes Interesse daran, integrierte Ansätze im MINT-Bereich kennenzulernen oder anzuwenden, waren jedoch der Ansicht, nicht ausreichend darauf vorbereitet zu sein, diese effektiv umzusetzen. Die befragten Schlüsselpersonen betonten, dass eine angemessene Vorbereitung auf integrative MINT-Bildung ein grundlegendes Umdenken und eine Neugestaltung der Aus- und Fortbildungsangebote erfordere. Die Ergebnisse bieten eine Grundlage für ein besseres Verständnis der Bedürfnisse von Lehrkräften in der integrativen MINT-Bildung, um zukünftige Forschung und Praxis gezielt zu unterstützen.