Zusammenfassung
摘要
Ludwig Zinzendorf war ein aufgeklärter ökonomischer Denker in der Habsburgermonarchie der Mitte des 18. Jahrhunderts und Teil einer weiten intellektuellen Bewegung in Europa, die sich dem Verständnis der politischen Ökonomie widmete und sie als eigenständiges und wichtiges Fach darstellte. Zinzendorf war Autodidakt, polyglott und fleißig. Er war belesen und hatte ein sehr gutes Zahlenverständnis. Seine Schriften waren detailliert und analytisch. Zinzendorf strebte eine andere Art der Wirtschaftspolitikan und versuchte, die Regierung für neue Konzepte zu gewinnen. Er war ein Reformer, der entschlossen war, die fortschrittlichsten europäischen Ideen und Praktiken zu verbreiten. Ausländische Ökonomen, vor allem französische, lieferten Zinzendorf die Argumente, mit denen er ein neues System der politischen Ökonomie für die Monarchie entwickelte. Für Zinzendorf war ein Pragmatiker und somit waren bewährte Ideen den neuen vorzuziehen. Sie ließen sich an ein anderes politisches Umfeld anpassen. In diesem Sinne und in seinem Bestreben, eine offenere Debatte über wirtschaftliche Fragen zu führen, versuchte Zinzendorf, ein bescheidenes Format der französischen Initiative von Gournay in der Habsburgermonarchie anzuwenden.