Strategien zur Verbesserung der Adhärenz an pädiatrische medizinische Regime
摘要
Strategien zur Verbesserung der Adhärenz können grob als Bildungs-, Organisations- und Verhaltensstrategien klassifiziert werden (Dunbar et al., Verhaltensstrategien zur Verbesserung der Compliance. In: Compliance in der Gesundheitsversorgung. The Johns Hopkins University Press, Baltimore, 1979). Bildungsstrategien stützen sich hauptsächlich auf verbale, schriftliche, computerbasierte, textnachrichten- oder webbasierte Informationen, die dazu dienen, Patienten und ihre Familien über Krankheiten, Behandlungspläne, potenzielle negative Nebenwirkungen der Behandlung und die Bedeutung einer konsequenten Adhärenz aufzuklären. Organisationsstrategien zielen auf die Art und Weise ab, wie Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden, einschließlich der Erhöhung des Zugangs zu Gesundheitsdienstleistungen, der Vereinfachung von Regimen, der Verbesserung der Kommunikation und Beziehungen zwischen Anbieter und Patient/Familie (unter Verwendung von motivationsfördernden Interviews) und der Erhöhung der Aufsicht des Anbieters über Regimen. Verhaltensstrategien beziehen sich auf Verhaltensänderungstechniken zur Veränderung spezifischer Adhärenzverhaltensweisen wie Patienten- und Elternüberwachung von Regimen, Problemlösung, Vertragsabschluss und Token-Verstärkungsprogramme. Bevor diese Strategien beschrieben werden, ist eine wichtige Einschränkung zu beachten. Bemühungen, die Adhärenz an medizinische Regimen zu ändern, sollten nur in Betracht gezogen werden, wenn es gute Beweise dafür gibt, dass Adhärenzprobleme die Gesundheit und das Wohlbefinden des Patienten beeinträchtigen. Das Korollar dazu ist wenn es einem Patienten gut geht, dann sollte man es gut genug belassen. Der Zweck dieses Kapitels ist es, (1) Bildungsstrategien zur Verbesserung der Adhärenz an pädiatrische medizinische Regimen, einschließlich der Ziele, Inhalte und Methoden der Bildung; (2) Organisationsstrategien zur Verbesserung der Adhärenz an pädiatrische medizinische Regimen, einschließlich der Reduzierung der Komplexität und negativen Nebenwirkungen von Regimen, der Erhöhung der Aufsicht des Anbieters und der Verbesserung der Kommunikation und Beziehungen zwischen Anbieter und Patient; (3) spezifische Verhaltensänderungsstrategien zur Verbesserung der Adhärenz an pädiatrische medizinische Regimen, einschließlich Überwachung, Aufforderung, Verstärkung und Disziplinartechniken; (4) Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) Begründung und Strategien zur Verbesserung der Verhaltensänderung und Adhärenz; (5) psychotherapeutische Interventionen; (6) die Verwendung von Barrierenbewertungen oder einem funktionalen Analyseansatz zur Individualisierung von Adhärenzinterventionen; und (7) technologiebasierte Ansätze zur Aufklärung von Familien und Förderung der Adhärenz.