Wachkraniotomien können das Ausmaß der Resektion beeinflussen. Das Ergebnis bei der Entfernung von Gehirntumoren in eloquenten Bereichen kann durch eine Wachkraniotomie verbessert werden, indem funktionelle Grenzen und die Lebensqualität erhalten bleiben. Connectome- und Hodotopie-Modelle haben die alten Lokalisationsmodelle, wie sie von Broca und Wernicke vorgeschlagen wurden, ersetzt. Moderne Konzepte gehen davon aus, dass funktionelle Bereiche auf der Grundlage individueller Erfahrungen und kultureller sowie Bildungsniveaus organisiert sind. Der funktionelle Atlas bleibt eine Referenz für das intraoperative Sprachprotokoll. Tatsächlich gibt es Bereiche, in denen die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass sie eine bestimmte Funktion (wie Semantik, Phonemik, Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Langzeitgedächtnis und visuell-räumliche Kognition) repräsentieren. Die Neuroplastizität spielt bei langsam wachsenden Tumoren eine wesentliche Rolle in der klinischen Präsentation und damit auch in den Testungen. Die Planung, welches Protokoll angewendet werden sollte, verbessert die funktionellen Ergebnisse erheblich. Das Wechseln der Tests während des Eingriffs zur Optimierung der Kartierung der Substantia alba oder kortikalen Bereichen ist grundlegend. Dieses Kapitel zielt darauf ab, die Funktionen und Gehirnlokalisierung zu präzisieren und intraoperative Protokolle für die Bewertung vorzuschlagen. Anatomische und bildgebende Grundlagen wurden in den Kap. 13 und 16 diskutiert. Die Gehirnkartierung und perioperative kognitive Protokolle wurden in Kap. 17 vorgestellt.

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Sprach- und kognitive Tests: ein zielgerichtetes Protokoll

  • Silvia Mazzali-Verst,
  • Tatiana Vilasboas Alves,
  • Leonardo Dornas de Oliveira

摘要

Wachkraniotomien können das Ausmaß der Resektion beeinflussen. Das Ergebnis bei der Entfernung von Gehirntumoren in eloquenten Bereichen kann durch eine Wachkraniotomie verbessert werden, indem funktionelle Grenzen und die Lebensqualität erhalten bleiben. Connectome- und Hodotopie-Modelle haben die alten Lokalisationsmodelle, wie sie von Broca und Wernicke vorgeschlagen wurden, ersetzt. Moderne Konzepte gehen davon aus, dass funktionelle Bereiche auf der Grundlage individueller Erfahrungen und kultureller sowie Bildungsniveaus organisiert sind. Der funktionelle Atlas bleibt eine Referenz für das intraoperative Sprachprotokoll. Tatsächlich gibt es Bereiche, in denen die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass sie eine bestimmte Funktion (wie Semantik, Phonemik, Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Langzeitgedächtnis und visuell-räumliche Kognition) repräsentieren. Die Neuroplastizität spielt bei langsam wachsenden Tumoren eine wesentliche Rolle in der klinischen Präsentation und damit auch in den Testungen. Die Planung, welches Protokoll angewendet werden sollte, verbessert die funktionellen Ergebnisse erheblich. Das Wechseln der Tests während des Eingriffs zur Optimierung der Kartierung der Substantia alba oder kortikalen Bereichen ist grundlegend. Dieses Kapitel zielt darauf ab, die Funktionen und Gehirnlokalisierung zu präzisieren und intraoperative Protokolle für die Bewertung vorzuschlagen. Anatomische und bildgebende Grundlagen wurden in den Kap. 13 und 16 diskutiert. Die Gehirnkartierung und perioperative kognitive Protokolle wurden in Kap. 17 vorgestellt.