Sicherheit und Wirksamkeit von ernährungsbasierten Interventionen für das Haar
摘要
Um den Anspruch auf Wirksamkeit eines Nährstoffkomplexes für Haarwachstum und -qualität zu belegen, sind Studien zur Bioverfügbarkeit und Wirkung erforderlich. Die Bioverfügbarkeit ist ein Maß für die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit dem eine verabreichte Dosis einer Substanz an der Stelle ihrer Wirkung ankommt. In den Ernährungswissenschaften fehlen dem Konzept der Bioverfügbarkeit die gut definierten Standarde, die mit pharmakologischen Wirkstoffen verbunden sind, da die Nutzung und Absorption vom Ernährungszustand und physiologischen Zustand des Probanden abhängen, was zu erheblichen interindividuellen Variationen führt. Daher bezeichnet die Bioverfügbarkeit bei Nahrungsergänzungsmitteln im Allgemeinen einfach den Anteil der eingenommenen Dosis, der in den systemischen Kreislauf gelangt. Die Sorge um die Bioverfügbarkeit von Nahrungsergänzungsmitteln stellt eine Art Qualitätssicherung dar, um zu demonstrieren, dass das Produkt zumindest teilweise das tut, was es vorgibt. Messmethoden umfassen die Serumkonzentration, die Harnausscheidung, die Serumtracerkonzentration für markierte Nährstoffe und die Wirkung auf Ziel- oder Biomarkersysteme. In der jüngsten Vergangenheit wurden Studien zur Hautverfügbarkeit einer Reihe von Nährstoffen durchgeführt, die für die Hautgesundheit relevant sind. Letztendlich erfordert das vollständige Verständnis von ernährungsbasierten Interventionen einen dualen Ansatz: einen grundlegenden auf das Zielgewebe und einen klinischen zur Beurteilung seiner Wirkung. Wirksamkeitsstudien umfassen Selbstbewertung, klinische Bewertung, instrumentelle Messungen und molekulare Analysen. Schließlich sind Sicherheitsfragen von Bedeutung. Dazu gehören akute und chronische Toxizitäten, Mutagenese und Karzinogenese, Allergierisiko und potenzielle Auswirkungen auf die Immunfunktionen. Tatsächlich kann eine übermäßige Aufnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel Haarausfall verursachen. Dies gilt insbesondere für Vitamin A (>50.000 I.E. täglich) und für Selen (>300 Mikrogramm täglich) in toxischen Dosen. Auch sollte vor einer unkritischen Eisensupplementierung gewarnt werden, da erhöhte Eisenspeicher oxidativen Schaden verstärken können, mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Neurodegeneration und Krebs. Obwohl Zink ein essentielles Mineral ist, das heute von der Öffentlichkeit als von außergewöhnlicher biologischer und gesundheitlicher Bedeutung wahrgenommen wird, kann auch ein Überschuss an Zink schädlich sein. Eine übermäßige Aufnahme von Zink unterdrückt die Aufnahme von Kupfer und Eisen mit Ausbildung einer durch Kupfermangel bedingten Anämie bei Personen, die täglich 100–300 mg Zink einnehmen. Schließlich haben pflanzliche Arzneimittel, insbesondere aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und Ayurveda, an Beliebtheit gewonnen, mit dem Anspruch, das Haarwachstum und die Pigmentierung zu fördern. In TCM und Ayurveda werden klassischerweise mehrere Kräuter (polyherbal) verwendet, um eine größere therapeutische Wirksamkeit zu erzielen. Das zugrunde liegende Konzept besteht darin, dass die aktiven phytochemischen Bestandteile einzelner Pflanzen nicht ausreichen, um die gewünschten therapeutischen Effekte zu erzielen, während die Kombination mehrerer Kräuter in einem bestimmten Verhältnis ein besseres Ergebnis erzielt. Ihre Wirksamkeit und Sicherheit bleiben jedoch ein offenes Thema, da viele nicht wissenschaftlich untersucht wurden und Toxizitäten im Zusammenhang mit Pflanzentoxinen, Schwermetallen oder Pestizidkontaminationen gemeldet wurden.