In diesem Kapitel wird das Konzept der Nutzenfunktion, das in Kap.  3 erstmals vorgestellt wurde, aus axiomatischer Sicht neu betrachtet. Wir überprüfen die grundlegenden Prinzipien der Entscheidungsfindung als Axiome, die die Existenz von (kontinuierlichen) Nutzenfunktionen induzieren. Da die empirische Erforschung von Entscheidungssituationen im realen Leben erhebliche Abweichungen zwischen der mathematischen Rationalität und dem menschlichen Verhalten gezeigt hat, fahren wir mit einer Reihe möglicher Erklärungen fort, indem wir einzelne Axiome aus der Menge der Grundprinzipien lockern oder streichen, um den Unterschied zwischen dem menschlichen Verhalten und dem Nutzenmaximierungsparadigma zu erklären. Daraus lassen sich wertvolle Lehren für die Konstruktion von Spielen ziehen, z. B. wenn Auszahlungsmodelle auf der Grundlage subjektiver Daten (Befragungen, Expertenschätzungen o. Ä.) erstellt werden, aber auch die Notwendigkeit, die individuelle Risikowahrnehmung und Einstellung bei der Gestaltung der Nutzenfunktion in einem spieltheoretischen Modell zu berücksichtigen.

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Begrenzte Rationalität

  • Stefan Rass,
  • Stefan Schauer,
  • Sandra König,
  • Quanyan Zhu

摘要

In diesem Kapitel wird das Konzept der Nutzenfunktion, das in Kap.  3 erstmals vorgestellt wurde, aus axiomatischer Sicht neu betrachtet. Wir überprüfen die grundlegenden Prinzipien der Entscheidungsfindung als Axiome, die die Existenz von (kontinuierlichen) Nutzenfunktionen induzieren. Da die empirische Erforschung von Entscheidungssituationen im realen Leben erhebliche Abweichungen zwischen der mathematischen Rationalität und dem menschlichen Verhalten gezeigt hat, fahren wir mit einer Reihe möglicher Erklärungen fort, indem wir einzelne Axiome aus der Menge der Grundprinzipien lockern oder streichen, um den Unterschied zwischen dem menschlichen Verhalten und dem Nutzenmaximierungsparadigma zu erklären. Daraus lassen sich wertvolle Lehren für die Konstruktion von Spielen ziehen, z. B. wenn Auszahlungsmodelle auf der Grundlage subjektiver Daten (Befragungen, Expertenschätzungen o. Ä.) erstellt werden, aber auch die Notwendigkeit, die individuelle Risikowahrnehmung und Einstellung bei der Gestaltung der Nutzenfunktion in einem spieltheoretischen Modell zu berücksichtigen.