Das Kapitel analysiert managementorientierte Reformen der deutschen öffentlichen Verwaltung mit Fokus auf dem Neuen Steuerungsmodell (NSM) und dem Neuen kommunalen Finanzmanagement (NKFM). Während das NSM in den 1990er Jahren als deutsche Variante des New Public Management eingeführt wurde, blieb seine Umsetzung begrenzt: Kommunen haben es überwiegend als Instrumentenkasten zur Stärkung von Teilaspekte wie Kundenorientierung genutzt, weniger jedoch um einen Wechsel zu ergebnisorientierter Steuerung zu verfolgen. Das NKFM führte ab 2003 zur verpflichtenden Einführung der doppelten Buchführung und der Produkthaushalte. Transparenz und Finanzinformationen verbesserten sich dadurch, die Nutzung in Richtung einer stärker strategischen, ergebnisorientierten Steuerung ist allerdings begrenzt gewesen. Insgesamt zeigen beide Reformen, dass die deutsche Verwaltung nur selektiv managementorientierte Ansätze integriert hat und die legalistisch-bürokratische Verwaltungskultur weiterhin dominiert („neo-weberianischer Staat“).

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Managementorientierte Reformen der öffentlichen Verwaltung: Neues Steuerungsmodell und Neues Kommunales Finanzmanagement

  • Isabella Proeller,
  • John Siegel

摘要

Das Kapitel analysiert managementorientierte Reformen der deutschen öffentlichen Verwaltung mit Fokus auf dem Neuen Steuerungsmodell (NSM) und dem Neuen kommunalen Finanzmanagement (NKFM). Während das NSM in den 1990er Jahren als deutsche Variante des New Public Management eingeführt wurde, blieb seine Umsetzung begrenzt: Kommunen haben es überwiegend als Instrumentenkasten zur Stärkung von Teilaspekte wie Kundenorientierung genutzt, weniger jedoch um einen Wechsel zu ergebnisorientierter Steuerung zu verfolgen. Das NKFM führte ab 2003 zur verpflichtenden Einführung der doppelten Buchführung und der Produkthaushalte. Transparenz und Finanzinformationen verbesserten sich dadurch, die Nutzung in Richtung einer stärker strategischen, ergebnisorientierten Steuerung ist allerdings begrenzt gewesen. Insgesamt zeigen beide Reformen, dass die deutsche Verwaltung nur selektiv managementorientierte Ansätze integriert hat und die legalistisch-bürokratische Verwaltungskultur weiterhin dominiert („neo-weberianischer Staat“).