Open Government bezeichnet Strategien, welche Transparenz, Teilhabe und Rechenschaft bzw. Zusammenarbeit im politisch-administrativen System stärken sollen. Die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft sowie die Verwaltung selbst können einerseits von einer größeren Offenheit politischer Entscheidungen und administrativer Handlungen im Zusammenhang mit Open Government in verschiedener Weise profitieren. Auf der anderen Seite weist Kritik an Open Government auf einen möglichen Mangel an demokratischer Legitimität hin. In Deutschland entwickelte sich in den letzten Jahren eine Vielzahl entsprechender Initiativen, teilweise befördert durch die Open Government Partnership (OGP). Dabei rücken insbesondere drei Teilbereiche in den Fokus: Open Government Data, also die Bereitstellung von Verwaltungsdaten zu deren weiteren Nutzung, Open Innovation, bei der externe Akteure in Innovationsprozesse der Verwaltung eingebunden werden, sowie das offene Haushaltswesen (Open Budget), welches Haushaltsdaten zugänglich macht und damit deren Weiterverwendung ermöglicht. Die Nutzergruppen und die tatsächliche Nutzung der Open-Government-Angebote sind bislang allerdings wenig erforscht. Künftige Maßnahmen könnten daher die Bedürfnisse verschiedener Akteure stärker berücksichtigen und zusätzliche Synergien zwischen den einzelnen Initiativen schaffen. Da neben der Bundesregierung auch Länder und Kommunen eigene Maßnahmen umsetzen, empfiehlt sich außerdem ein intensiver Erfahrungsaustausch, um die Potenziale von Open Government weiter auszuschöpfen.

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Open Government

  • Jan Porth,
  • Friederike Bickmann,
  • Patrick Schweizer,
  • Zarina Feller

摘要

Open Government bezeichnet Strategien, welche Transparenz, Teilhabe und Rechenschaft bzw. Zusammenarbeit im politisch-administrativen System stärken sollen. Die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft sowie die Verwaltung selbst können einerseits von einer größeren Offenheit politischer Entscheidungen und administrativer Handlungen im Zusammenhang mit Open Government in verschiedener Weise profitieren. Auf der anderen Seite weist Kritik an Open Government auf einen möglichen Mangel an demokratischer Legitimität hin. In Deutschland entwickelte sich in den letzten Jahren eine Vielzahl entsprechender Initiativen, teilweise befördert durch die Open Government Partnership (OGP). Dabei rücken insbesondere drei Teilbereiche in den Fokus: Open Government Data, also die Bereitstellung von Verwaltungsdaten zu deren weiteren Nutzung, Open Innovation, bei der externe Akteure in Innovationsprozesse der Verwaltung eingebunden werden, sowie das offene Haushaltswesen (Open Budget), welches Haushaltsdaten zugänglich macht und damit deren Weiterverwendung ermöglicht. Die Nutzergruppen und die tatsächliche Nutzung der Open-Government-Angebote sind bislang allerdings wenig erforscht. Künftige Maßnahmen könnten daher die Bedürfnisse verschiedener Akteure stärker berücksichtigen und zusätzliche Synergien zwischen den einzelnen Initiativen schaffen. Da neben der Bundesregierung auch Länder und Kommunen eigene Maßnahmen umsetzen, empfiehlt sich außerdem ein intensiver Erfahrungsaustausch, um die Potenziale von Open Government weiter auszuschöpfen.