<p>Im Zeitgeist von künstlicher Intelligenz und narrativer Krise erlebt das japanische Papiertheater Kamishibai eine Renaissance. Als Zielgruppe gelten zumeist jüngere Kinder. Doch auch Erwachsene erliegen der Faszination des Kamishibai. Natalia Zalipyatskikh zeigt, welches Potenzial das Medium für den universitären Fremdsprachenunterricht bietet. Konkret geht es ihr um die Umsetzung eines handlungsorientierten Ansatzes im DaF-Unterricht mit Schwerpunkt auf prozessorientierten Kompetenzen. Die Ergebnisse ihrer empirischen Studie belegen ein mehrdimensionales Konstrukt im Kontext der narrativen Didaktik für handlungsorientierte diskursive Praktiken. Der Einsatz von Kamishibai im Unterricht ist gekennzeichnet von sprachlicher Multimodalität und ermöglicht eine aktive prozessorientierte Reflexions- und Biografie-Kultur. Durch das Anknüpfen an individuelle Erfahrungen und Vorstellungskraft entfaltet sich eine hohe soziale und emotionale sowie narrative und ästhetische Wirkung bei den Lernenden. Die daraus resultierende Motivation für die eigene sprachliche Produktion ist für Lernende und Lehrende ein großer Gewinn.</p><p><br></br></p>

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Kamishibai im universitären DaF-Unterricht

  • Natalia Zalipyatskikh

摘要

Im Zeitgeist von künstlicher Intelligenz und narrativer Krise erlebt das japanische Papiertheater Kamishibai eine Renaissance. Als Zielgruppe gelten zumeist jüngere Kinder. Doch auch Erwachsene erliegen der Faszination des Kamishibai. Natalia Zalipyatskikh zeigt, welches Potenzial das Medium für den universitären Fremdsprachenunterricht bietet. Konkret geht es ihr um die Umsetzung eines handlungsorientierten Ansatzes im DaF-Unterricht mit Schwerpunkt auf prozessorientierten Kompetenzen. Die Ergebnisse ihrer empirischen Studie belegen ein mehrdimensionales Konstrukt im Kontext der narrativen Didaktik für handlungsorientierte diskursive Praktiken. Der Einsatz von Kamishibai im Unterricht ist gekennzeichnet von sprachlicher Multimodalität und ermöglicht eine aktive prozessorientierte Reflexions- und Biografie-Kultur. Durch das Anknüpfen an individuelle Erfahrungen und Vorstellungskraft entfaltet sich eine hohe soziale und emotionale sowie narrative und ästhetische Wirkung bei den Lernenden. Die daraus resultierende Motivation für die eigene sprachliche Produktion ist für Lernende und Lehrende ein großer Gewinn.