<p><span data-ogsc="" data-olk-copy-source="MessageBody">Marlies Zuccato-Doutlik widmet sich&#xa0;</span><span lang="de" data-ogsc="">an der Schnittstelle der Familien- und Wissenssoziologie&#xa0;</span><span data-ogsc="">der Frage, wie an&#xa0;</span><span lang="de" data-ogsc="">österreichischen Familiengerichten seit 1945 mütterliche und väterliche Praktiken, Ressourcen und Argumentationen von unterschiedlichen Akteur*innen verhandelt&#xa0;</span><span data-ogsc="">werden&#xa0;</span><span lang="de" data-ogsc="">und auf welche Macht- und Hierarchiestrukturen, Leitbilder und Deutungsmuster damit verwiesen wird. Die Autorin&#xa0;</span><span data-ogsc="">analysiert Dokumente aus Gerichtsakten von 32 österreichischen Pflegschaftsverfahren aus den Jahren 1960 bis 2018. Die Ergebnisse zeigen eine&#xa0;</span><span lang="de" data-ogsc="">Transformation und Persistenz eines normativen Familienbegriffs und einer geschlechterdifferenzierten Vorstellung von Elternschaft im Diskursfeld Pflegschaftsverfahren. Die diskurstheoretische und praxeologisch orientierte Analyse von Pflegschaftsverfahren leistet einen Beitrag zu einem gendersensiblen Blick auf die Konstruktion ‚guter‘ Elternschaft im Sinne eines Doing Good Parenthood und Troubling Parenthood und Family.&#xa0;</span><span data-ogsc="">Darüber hinaus bietet die Autorin durch die nachvollziehbare Erarbeitung und Darstellung einer innovativen Kombination der wissenssoziologische Diskursanalyse, Deutungsmusteranalyse mit einer Erweiterung des Kodierparadigmas sowie einer Verknüpfung wissenssoziologischer und praxeologischer Ansätzen der Familiensoziologie wertvolle Impulse für eine diskursanalytisch-qualitative Sozialforschung mit Gerichtsakten.</span></p>

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Gute Mutter, guter Vater

  • Marlies Zuccato-Doutlik

摘要

Marlies Zuccato-Doutlik widmet sich an der Schnittstelle der Familien- und Wissenssoziologie der Frage, wie an österreichischen Familiengerichten seit 1945 mütterliche und väterliche Praktiken, Ressourcen und Argumentationen von unterschiedlichen Akteur*innen verhandelt werden und auf welche Macht- und Hierarchiestrukturen, Leitbilder und Deutungsmuster damit verwiesen wird. Die Autorin analysiert Dokumente aus Gerichtsakten von 32 österreichischen Pflegschaftsverfahren aus den Jahren 1960 bis 2018. Die Ergebnisse zeigen eine Transformation und Persistenz eines normativen Familienbegriffs und einer geschlechterdifferenzierten Vorstellung von Elternschaft im Diskursfeld Pflegschaftsverfahren. Die diskurstheoretische und praxeologisch orientierte Analyse von Pflegschaftsverfahren leistet einen Beitrag zu einem gendersensiblen Blick auf die Konstruktion ‚guter‘ Elternschaft im Sinne eines Doing Good Parenthood und Troubling Parenthood und Family. Darüber hinaus bietet die Autorin durch die nachvollziehbare Erarbeitung und Darstellung einer innovativen Kombination der wissenssoziologische Diskursanalyse, Deutungsmusteranalyse mit einer Erweiterung des Kodierparadigmas sowie einer Verknüpfung wissenssoziologischer und praxeologischer Ansätzen der Familiensoziologie wertvolle Impulse für eine diskursanalytisch-qualitative Sozialforschung mit Gerichtsakten.