Spätestens seit Beginn der COVID-19-Pandemie ist audiovisuell vermittelte Kommunikation fester Bestandteil des beruflichen und privaten Alltags. Diese zunehmende Bedeutung technischer Vermittlung wirft grundsätzliche Fragen darüber auf, was unter sozialer Interaktion zu verstehen ist – und wo ihre Grenzen liegen.Das Buch geht dieser Frage aus soziologischer Perspektive nach und setzt bei den oft impliziten Voraussetzungen klassischer Interaktionsbegriffe an. Im Zentrum der Analyse stehen die Rolle der Sinneswahrnehmungen, die Bedingungen von Kopräsenz sowie die Potenziale wechselseitiger Bezugnahme und Reflexivität.Empirisch werden diese theoretischen Überlegungen durch autoethnografische Beobachtungen aus der universitären Lehre fundiert – insbesondere aus studentischer Perspektive. Diese eröffnet neue Einsichten in bislang wenig beleuchtete Merkmale audiovisuell vermittelter Kommunikation.Aus Theorie und Empirie entwickelt die Studie dazu die Konzepte des synthetischen Interaktionsraums sowie der Face-to-Screen-to-Screen-to-Face-Interaktion.

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Audiovisuell vermittelte Interaktion

  • Suna Ellen Özdemir

摘要

Spätestens seit Beginn der COVID-19-Pandemie ist audiovisuell vermittelte Kommunikation fester Bestandteil des beruflichen und privaten Alltags. Diese zunehmende Bedeutung technischer Vermittlung wirft grundsätzliche Fragen darüber auf, was unter sozialer Interaktion zu verstehen ist – und wo ihre Grenzen liegen.Das Buch geht dieser Frage aus soziologischer Perspektive nach und setzt bei den oft impliziten Voraussetzungen klassischer Interaktionsbegriffe an. Im Zentrum der Analyse stehen die Rolle der Sinneswahrnehmungen, die Bedingungen von Kopräsenz sowie die Potenziale wechselseitiger Bezugnahme und Reflexivität.Empirisch werden diese theoretischen Überlegungen durch autoethnografische Beobachtungen aus der universitären Lehre fundiert – insbesondere aus studentischer Perspektive. Diese eröffnet neue Einsichten in bislang wenig beleuchtete Merkmale audiovisuell vermittelter Kommunikation.Aus Theorie und Empirie entwickelt die Studie dazu die Konzepte des synthetischen Interaktionsraums sowie der Face-to-Screen-to-Screen-to-Face-Interaktion.