<p><span lang="DE" style="font-size: 11.0pt; font-family: 'Calibri',sans-serif; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin; mso-bidi-theme-font: minor-latin; mso-ansi-language: DE;">Die Arbeit behandelt die bildungs- und sprachbiographischen Erfahrungen von acht Absolvent*innen unterschiedlicher Deutscher Auslandsschulen (DAS) in Südeuropa, Nord- und ‚Lateinamerika’, die am jeweiligen Schulstandort aufgewachsen sind und heute in Deutschland studieren oder arbeiten. Die Grundlage bilden leitfadengestützte biographische Interviews in einem Grounded-Theory-basierten und biographietheoretisch orientierten Forschungsdesign.</span></p><p><span lang="DE" style="font-size: 11.0pt; font-family: 'Calibri',sans-serif; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-theme-font: minor-latin; mso-bidi-theme-font: minor-latin; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA;">Die empirischen Ergebnisse verdeutlichen, dass die biographischen Erfahrungen der Absolvent*innen eng mit standortspezifischen Macht- und Ungleichheitsverhältnissen verbunden sind. Trotz ambivalenter Erfahrungen mit der Herstellung von (Nicht-)Zugehörigkeit und der institutionellen Sprach(en)politik der DAS wird der dortige Schulbesuch überwiegend positiv und als Grundlage einer individuellen Erfolgsgeschichte gedeutet, die auch zur Legitimation der späteren Migration nach Deutschland dient. Sichtbar werden hierbei sowohl die vielseitigen durch den Besuch einer DAS eröffneten Distinktionsmöglichkeiten als auch die Rolle dieser Schulen als Orte der (Re-)Nationalisierung.</span></p>

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Bildungs- und sprachbiographische Erfahrungen von Absolvent*innen Deutscher Auslandsschulen

  • Timo Neubert

摘要

Die Arbeit behandelt die bildungs- und sprachbiographischen Erfahrungen von acht Absolvent*innen unterschiedlicher Deutscher Auslandsschulen (DAS) in Südeuropa, Nord- und ‚Lateinamerika’, die am jeweiligen Schulstandort aufgewachsen sind und heute in Deutschland studieren oder arbeiten. Die Grundlage bilden leitfadengestützte biographische Interviews in einem Grounded-Theory-basierten und biographietheoretisch orientierten Forschungsdesign.

Die empirischen Ergebnisse verdeutlichen, dass die biographischen Erfahrungen der Absolvent*innen eng mit standortspezifischen Macht- und Ungleichheitsverhältnissen verbunden sind. Trotz ambivalenter Erfahrungen mit der Herstellung von (Nicht-)Zugehörigkeit und der institutionellen Sprach(en)politik der DAS wird der dortige Schulbesuch überwiegend positiv und als Grundlage einer individuellen Erfolgsgeschichte gedeutet, die auch zur Legitimation der späteren Migration nach Deutschland dient. Sichtbar werden hierbei sowohl die vielseitigen durch den Besuch einer DAS eröffneten Distinktionsmöglichkeiten als auch die Rolle dieser Schulen als Orte der (Re-)Nationalisierung.