<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size: 11.0pt; mso-fareast-font-family: 'PT Sans';">Diese Untersuchung holt die italienische Humanistin Isotta Nogarola (1418–1466) in die europäische Philosophie- und Theologiegeschichte zurück und bietet eine Neubewertung ihrer Schriften aus einer interdisziplinären, philosophisch-theologischen Perspektive. Das Buch erschließt ihr Denken und Schreiben mittels eines Close Readings und zeigt, wie sich eine gelehrte Frau in einer männlich dominierten Gelehrtenwelt Autorität erschreibt.</span></p><p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size: 11.0pt; mso-fareast-font-family: 'PT Sans';">Isotta Nogarolas lateinische Briefe zählen zu den frühesten Zeugnissen weiblicher Autorschaft im Renaissance-Humanismus. Zugleich markieren sie einen der ersten weiblichen Beiträge zur frühneuzeitlichen Geschlechterdebatte, der<em> Querelle des femmes</em>. Mit dem sog. Dialog <em>De pari aut impari Evae atque Adae peccato</em> („Über die gleiche oder ungleiche Sünde Evas und Adams“) von 1451 legt Isotta Nogarola eine Verteidigung des weiblichen Geschlechts vor, mit der sie das bestehende Geschlechterbild anhand einer kritischen Auslegung von Genesis 2–3 hinterfragt.</span></p><p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size: 11.0pt; mso-fareast-font-family: 'PT Sans';">Die Studie liefert eine umfängliche Untersuchung von Isotta Nogarolas Schriften und ermöglicht es, sie nicht nur als Humanistin, sondern auch als Philosophin und Theologin im Kanon zu verankern. Das Buch richtet sich an Interessierte, Studierende und Forschende der Philosophie, Theologie sowie interdisziplinären Frauen- und Geschlechterforschung.</span></p>

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Isotta Nogarolas Briefe und ihre Dialogstreitschrift

  • Isabelle Vowinkel

摘要

Diese Untersuchung holt die italienische Humanistin Isotta Nogarola (1418–1466) in die europäische Philosophie- und Theologiegeschichte zurück und bietet eine Neubewertung ihrer Schriften aus einer interdisziplinären, philosophisch-theologischen Perspektive. Das Buch erschließt ihr Denken und Schreiben mittels eines Close Readings und zeigt, wie sich eine gelehrte Frau in einer männlich dominierten Gelehrtenwelt Autorität erschreibt.

Isotta Nogarolas lateinische Briefe zählen zu den frühesten Zeugnissen weiblicher Autorschaft im Renaissance-Humanismus. Zugleich markieren sie einen der ersten weiblichen Beiträge zur frühneuzeitlichen Geschlechterdebatte, der Querelle des femmes. Mit dem sog. Dialog De pari aut impari Evae atque Adae peccato („Über die gleiche oder ungleiche Sünde Evas und Adams“) von 1451 legt Isotta Nogarola eine Verteidigung des weiblichen Geschlechts vor, mit der sie das bestehende Geschlechterbild anhand einer kritischen Auslegung von Genesis 2–3 hinterfragt.

Die Studie liefert eine umfängliche Untersuchung von Isotta Nogarolas Schriften und ermöglicht es, sie nicht nur als Humanistin, sondern auch als Philosophin und Theologin im Kanon zu verankern. Das Buch richtet sich an Interessierte, Studierende und Forschende der Philosophie, Theologie sowie interdisziplinären Frauen- und Geschlechterforschung.