<p class="MsoNormal"><span lang="DE" style="font-size: 11.0pt; mso-fareast-font-family: 'PT Sans';">Öffentlichkeit gilt schon immer als unverzichtbar für Demokratien, ihre Rolle in demokratischen Systemen wird jedoch primär im Rahmen von Krisendiagnosen thematisiert. Aktuelle Debatten kritisieren, bestimmte Positionen seien aus der Öffentlichkeit ausgeschlossen oder dort im Gegenteil zu dominant. Somit scheinen die Kriterien entscheidend zu sein, die bestimmen, welche Inhalte in welchem Ausmaß in die Öffentlichkeit gelangen. Selektionskriterien und -prozesse werden analytisch greifbar, indem ihre interne Strukturierung im Anschluss an Foucault als „Öffentlichkeitdiskurs“ verstanden wird. Ergänzt wird dies durch „Alternativdiskurse“, ein neues Konzept, um auch den Wandel von Strukturen zu beschreiben. Öffentlichkeit erscheint im Lichte dieser Begriffe als bewegliches Ensemble verschiedenster (Alternativ-)Diskurse, die sich gegenseitig beeinflussen.<br></br></span><span lang="DE" style="font-size: 11.0pt; mso-fareast-font-family: 'PT Sans';">Der interdisziplinäre Ansatz der Arbeit ermöglicht demokratietheoretische Analysen von Öffentlichkeitsstrukturen und deren Veränderungen sowie eine Einordnung neuer Phänomene digitalisierter Öffentlichkeit – etwa Fragmentierung, Polarisierung oder Echokammern.<span style="mso-spacerun: yes;">&#xa0; </span></span></p>

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Alternativdiskurse zur Öffentlichkeit in demokratischen Systemen

  • Samuel Bader

摘要

Öffentlichkeit gilt schon immer als unverzichtbar für Demokratien, ihre Rolle in demokratischen Systemen wird jedoch primär im Rahmen von Krisendiagnosen thematisiert. Aktuelle Debatten kritisieren, bestimmte Positionen seien aus der Öffentlichkeit ausgeschlossen oder dort im Gegenteil zu dominant. Somit scheinen die Kriterien entscheidend zu sein, die bestimmen, welche Inhalte in welchem Ausmaß in die Öffentlichkeit gelangen. Selektionskriterien und -prozesse werden analytisch greifbar, indem ihre interne Strukturierung im Anschluss an Foucault als „Öffentlichkeitdiskurs“ verstanden wird. Ergänzt wird dies durch „Alternativdiskurse“, ein neues Konzept, um auch den Wandel von Strukturen zu beschreiben. Öffentlichkeit erscheint im Lichte dieser Begriffe als bewegliches Ensemble verschiedenster (Alternativ-)Diskurse, die sich gegenseitig beeinflussen.

Der interdisziplinäre Ansatz der Arbeit ermöglicht demokratietheoretische Analysen von Öffentlichkeitsstrukturen und deren Veränderungen sowie eine Einordnung neuer Phänomene digitalisierter Öffentlichkeit – etwa Fragmentierung, Polarisierung oder Echokammern.